Frauen-Hessenliga: Viktoria hatte leichtes Spiel bei 4:0 gegen Marburg – Faupel verletzt

Dreierpack von Schwaab

Sorgte für den 3:0-Halbzeitstand: Viktoria-Torjägerin Jana Schwaab (l.) spielte Gegenspielerin Vanessa Tschischka aus und schoss die 1:0 Führung für Hessenligist Großenenglis. Foto: Hahn

Großenenglis. Eigentlich ging es um nichts mehr, doch ein müder Kick geht anders. Im vorletzten Heimspiel ließ Hessenligist Tus Viktoria Großenenglis gegen Marburg nichts anbrennen und siegte klar mit 4:0 (3:0).

Entscheidend für den Erfolg war der Dreierpack von Jana Schwaab. Innerhalb von 13 Minuten traf die 18-jährige Torjägerin zur 3:0-Halbzeitführung und sorgte mit ihren Treffern für die Vorentscheidung. „Alle waren heute so richtig heiß auf das Spiel und gaben zehn Prozent mehr“, sagte sie strahlend nach der Partie. Denn die Mannschaft wollte nicht nur die drei Punkte holen, sondern auch für die Kapitänin siegen. Jennifer Käßner feierte nämlich ihren 31. Geburtstag.

Mit Julia Faupel zurück in der Startelf spielte Viktoria im Vergleich zum vorausgegangenen 1:4 bei Opel Rüsselsheim offensiver. Zahlreiche Chancen erarbeitete sich die Elf von Trainer Manuel Mrosek in den ersten 25 Minuten. Dann folgte die torreiche Viertelstunde von Jana Schwaab.

Erst netzte sie in der 27. Minute zur verdienten Führung ein, dann glänzte sie mit einem Doppelpack (37. und 39. Minute). Besonders sehenswert war das 2:0 nach einem Freistoß für die Viktoria. Aus knapp 16 Metern drückte sie den ruhenden Ball übe die Linie. Dabei sah die Marburger Torhüterin Janina Jansen nicht gut aus, nachdem ihr der Ball durch die Handschuhe rutschte.

Nach dem Seitenwechsel war das Spiel geprägt von vielen Verletzungsunterbrechungen. Kurz nach Wiederbeginn musste Marburgs Janina Hutera fast zehn Minuten am Spielfeldrand behandelt werden. Zu viel für ihr Team, die in der kurzzeitigen Unterzahlsituation das vierte Tor kassierte. Anna Lena Wagner sah im Sprint die besser positionierte Julia Faupel stehen, die mit ihrem Treffer das Spiel endgültig entschied.

„Nach dem Tor war das Spiel durch, wir hätten zur Pause schon mit fünf Toren führen müssen“, befand Viktoria-Coach Manuel Mrosek, der nach dem schlechten Hinspiel in Marburg (1:5 verlor Viktoria) eines der besten Saisonleistungen der Viktoria sah.

Getrübt wurde der ungefährdete Sieg nur durch die Verletzung von Julia Faupel. Nach einem Konter blieb die Stürmerin verletzt liegen. Mit Verdacht auf eine Bänderverletzung hieß es für sie zunächst einmal Krankenhaus statt Siegesparty.

Mit nunmehr 30 Punkten aus 21 Spielen hat die Viktoria die erste Hessenliga-Saison souverän gemeistert. Zum Abschluss am nächsten Samstag wird mit Eintracht Frankfurt nochmal hoher Besuch in Großenenglis erwartet.

• Viktoria: Kaiser - Käßner, Wanner, Unzicker, Wagner - Rosek, Schwaab (81. Dietrich), Jäger, Raue (64. Stemmler) - Faupel (76. Trost), Pospich

Marburg: Jansen - Hutera, Krieb, Tschischka, Drescher - Czerwinski, Botthof (46. Schürmann), S. Goy, Dietrich - Holz (46. T. Goy), Dunst

SR: Demiray (Kassel) - Z:100

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Schwaab (26., 37., 39.), 4:0 Faupel (52.)

Von Axel Schürgels

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