Frauenfußball: Verbandsligist KSV Hessen feiert am neunten Spieltag ersten Sieg

Ende der Durststrecke

Manfred Lattermann

Kassel. Acht Spieltage hatten sich die Fußballerinnen des KSV Hessen Kassel vergeblich um einen Sieg bemüht: Lediglich zwei Punkte hatte der Verbandsligist seit dem Saisonstart eingefahren. Bis zum vergangenen Wochenende. Bis zum Auftritt in Gläserzell. Dort ging die sieglose Serie zu Ende – 2:0 gewonnen und den letzten Tabellenplatz verlassen. Eine Analyse:

ANFÄNGLICHE PROBLEME

Die Mannschaft war in der ersten Phase praktisch nie komplett. Allein bei der Auftaktpartie in Friedensdorf stand fast ein Dutzend Spielerinnen nicht zur Verfügung. Es mussten die Talente aus dem B-Juniorinnen-Team aushelfen.

Endlich ein Sieg: Die Fußballerinnen des KSV Hessen behaupteten sich am neunten Spieltag in Gläserzell. Fotos: privat/nh

Vor allem die Ausfälle der Verteidigerinnen Lisa Lattermann (langzeitverletzt) und Tania Bogatsch taten weh. Damit fehlten wichtige Stützen in der Viererabwehrkette der Kasselerinnen. Zudem musste das Team der Trainer Michael Diehl (47 Jahre) und Wolfgang Fahrenbach (50) erst noch den Verlust einiger Leistungsträgerinnen wegstecken. Unter anderem hatte Torjägerin Insa Fischer den KSV in Richtung Regionalligist Calden verlassen.

DER ERSTE SIEG

Zur Begegnung in Gläserzell hatten die Löwinnen bis auf einige wenige Ausnahmen alle Akteurinnen an Bord. Lisa Lattermann, mit 25 Jahren die älteste Spielerin im Aufgebot und seit dem Duell Mitte Oktober in Allendorf/Eder wieder einsatzbereit, sorgte in der Hintermannschaft für die nötige Stabilität. Und in der Offensive erzielten Nadine Schütze (15.) sowie Katrin Sirringhaus (85.) die Treffer. „Die Stimmung war natürlich richtig gut nach dem Schlusspfiff bei uns“, erklärt Teammanager Manfred Lattermann.

DIE PERSPEKTIVE

Bis zur Winterpause müssen die Kasselerinnen noch drei Partien bestreiten, einmal gegen Lütter, danach zweimal gegen Schlusslicht Pilgerzell. „Die ersten Vier der Tabelle sind schon weg, wir sehen uns auf einem Platz im gesicherten Mittelfeld“, sagt der 64-jährige Lattermann, der noch mit Verstärkungen zum Frühjahr rechnet. Einige Spielerinnen hätten bereits Interesse bekundet, in der Rückrunde für den KSV aufzulaufen.

Von Björn Mahr

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