Herren und Frauen spielen wieder eine Klasse höher

Doppelaufstieg: TSV Obermelsungen kehrt in die Verbandsliga zurück

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Bereit für die Verbandsliga: Der TSV Obermelsungen mit (ganz hinten) Trainer Karl-Martin Weinzierl und (stehend v. l.) Larissa Wenderoth, Lena Hertel, Alica Wagner, Janina Hupfeld, Elli Dück, Sophia Arnold, Carina Rose, Christina Otto, (knieend v.l.) Enkleana Kuliqi, Franziska Ebert, Jana Diehl, Katharina Axt, Carolin Weißkopf, Pia Karime, Janne Konetzka, Aridona Kuliqi sowie Svenja Boge.  

Obermelsungen. Der Doppelaufstieg ist gelungen: Nachdem die Herren des TSV Obermelsungen mit der Meisterschaft in der Kreisliga A vorgelegt hatten, zogen die Fußballerinnen in der Relegation nach und stiegen in die Verbandsliga auf.

Das ist die Krönung einer überragenden Bilanz im Jahr 2018. In zwölf Spielen blieb Obermelsungen ungeschlagen und feierte in der Gruppenliga und Aufstiegsrunde ungeschlagen neun Siege. Dieser Erfolgslauf ist ganz eng mit einer Personalie verbunden: Karl-Martin Weinzierl. 

Der langjährige Trainer der TSG Kammerbach heuerte im Januar beim TSV an, der bis dato aus sechs Spielen lediglich sieben Punkte geholt hatte. Zu diesem Zeitpunkt glaubte wohl nur einer daran, dass ein Aufstieg im Bereich des Möglichen ist – nämlich Weinzierl.

„Ich hatte gehofft, dass die ersten Beiden zurückziehen“, begründet der erfahrene Coach seinen Optimismus. Gemeinsam mit seinem Funktionsteam bestehend aus Lena Beil (Co-Trainerin und Spartenleiterin) sowie Holger Reichbott (Torwart-Trainer) verstand der Bayer es vor allem, die vielen talentierten Eigengewächse geschickt einzubauen und ihnen Selbstvertrauen zu geben.

Bestes Sturmduo der Liga

Ohne dabei den Umgang mit den älteren Spielerinnen zu vernachlässigen. Diese dankten es ihm mit Toren: Die Angreiferinnen Pia Karime (16 Treffer) und die im Winter zurückgekehrte Carina Rose (14) bildeten das gefährlichste Sturmduo der Liga. Auch der zweite Neuzugang im Januar, Rechtsaußen Katharina Axt, schlug voll ein.

Ohne etatmäßige Torhüterin und trotz kontinuierlicher Verletzungssorgen bezwang das Team um Kapitänin Christina Otto Meister SG Landau/Wolfhagen (2:1), der auf sein Aufstiegsrecht verzichtete, weswegen der dritte Platz zur Relegation berechtigte. In dieser setzten sich die Obermelsungerinnen gegen Reiskirchen/Saasen (6:0) und Soisdorf (3:1) souverän durch. Und verabschiedeten sich nach vier Jahren aus der Gruppenliga. Ganz wichtig auf dem Weg dahin waren die Erfolge in den Derbys gegen die starke SG Ellenberg/Gudensberg (3:2/3:0).

„Wir sind im Jugendbereich eine Top-Adresse und wollen auch bei den Damen an alte Erfolge anknüpfen“, betont Weinzierl und erinnert an die Obermelsunger Zeit in der Hessenliga bis 2014. Mit unter anderem Sophia Arnold, Elli Dück und Carolin Weißkopf waren einige heutige Stammkraft schon damals dabei. Weißkopf hat jetzt prima zwischen den Pfosten ausgeholfen, möchte aber wieder im Feld spielen.

Deswegen sucht der TSV eine neue Nummer Eins und zudem eine weitere Co-Trainerin für ein intensiveres Taktiktraining. Wichtige Personalien verbunden mit dem Ziel, mit eigenen Kräften wieder ein Aushängeschild im nordhessischen Frauenfußball zu werden.

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