Frauenfußball: Zierenberg nur 1:1 gegen Düdelsheim – Heute kommt Wiesbaden

Fünf Minuten fehlten zum Sieg

Die Lücke gefunden: Zierenbergs 1:0-Torschützin Gianna Zachan (Mitte) setzt sich gegen die Düdelsheimerinnen Janine Pankow und Yvette Halko durch. Die Szene beobachtet TSV-Interimstrainer Marvin Pötter. Foto: Michl

Zierenberg. Nach einer langen Durststrecke in der Frauenfußball-Hessenliga schien der TSV Zierenberg endlich wieder einmal die volle Ernte einfahren zu können.

Denn die Warmetalerinnen von Interimstrainer Marvin Pötter hatten vor heimischer Kulisse gegen den SV Phönix Düdelsheim bis zur 85. Spielminute mit 1:0 die Nase vorne. Als der Schlusspfiff des souverän leitenden Unparteiischen Fabian Beckmann aus Neu-Eichenberg ertönte, mussten sie sich aber mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Natürlich war Marvin Pötter enttäuscht: „Meine Mannschaft hat kämpferisch wieder voll überzeugt, sich dafür jedoch nicht belohnt.“

Bestätigung dafür erfuhren die Zierenbergerinnen vom Gästecoach Patrick Oskar Walter Falk: „Eine Stunde lang hat Zierenberg die Partie dominiert, wir haben während dieser Phase nie unseren Rhythmus gefunden. Erst danach konnten wir uns optisch ein leichtes Plus erarbeiten, aus dem Spiel heraus jedoch keine einzige nennenswerte Chance. Unser Ausgleichstreffer war etwas glücklich, deshalb freue ich mich, dass wir einen Punkt mitnehmen können.“

Die Führung der Gastgeberinnen bereitete Sarah Davies vor. Sie zirkelte von der Mittellinie einen Freistoß exakt in den Lauf von Gianna Zachan (34.), die Phönix-Torfrau Julia Koch keine Abwehrchance ließ – 1:0.

Das Zierenberger Prunkstück, bei denen verletzungsbedingt Stammtorhüterin Sabrina Bürgel und „Ausputzerin“ Simone Thöne fehlten, war der Abwehrblock. Allen voran Sarah Davies, Sarah Landinghoff-Schmidt, Alina Weiß und Annika Dittmar. Sie ließen hochkonzentriert, kämpferisch und läuferisch enorm aktiv einfach nichts anbrennen. So hatte Svenja Dürrbaum zwischen den TSV-Pfosten, die bereits vorher 75 Minuten lang bei der TSV-Zweiten im Kasten stand, bis auf eine Ausnahme relativ wenig zu tun. Die Ausnahme war, als sie einen vermeintlich harmlosen Flankenball, den sie schon sicher in den Händen zu halten schien, fallen ließ – direkt vor die einschussbereite Jarah Fröhlich (65.), die aber zum Glück das leere Tor verfehlte.

Einen Lapsus leistete sich die TSV-Defensive trotzdem: ein unnötiges Foul an Sinem Yamuk an der Strafraumgrenze. Den fälligen Freistoß hämmerte Lisa Schmitz an die Querlatte, den Abpraller netzte Katharina Hausner (85.) zum 1:1 ein.

Heute, 15 Uhr, erwarten die Zierenbergerinnen im Punktekampf den MFFC Wiesbaden.

Zierenberg: Dürrbaum - Weiß, Dittmar (72., Schmand), Landinghoff-Schmidt, Geppert, Dabvies, Frank, Schmidt (81., Rueda), Wagner, Zachan, Alexi.

Von Reinhard Michl

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