Hessenliga: Viktoria fällt nach 0:2 auf achten Platz zurück

Gebrauchter Tag

Im Mittelpunkt: Viktoria-Torfrau Nadine Mündel. Foto: Hahn

Großenenglis. Eine unglückliche, aber letztlich verdiente 0:2 (0:0)-Heimniederlage kassierte der TuS Viktoria Großenenglis gegen die SG Bornheim/GW in der Frauenfußball-Hessenliga. Die Gastgeberinnen kamen dabei zu keiner Zeit in einen kombinationssicheren Spielfluss. „Das war eines unserer schlechtesten Saisonspiele“, zog Trainer Manuel Mrosek ein ernüchterndes Fazit. Durch die Pleite fallen die Borkenerinnen bei nur noch fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge auf den achten Rang zurück.

Bereits nach vier Minuten hatten die Gäste die dicke Chance zu Führung: Nach einem Einwurf ließ sich Mareike Wanner von SG-Angreiferin Khaoula El Bakali düpieren, diese scheiterte jedoch frei vor dem Tor an der toll reagierenden Nadine Mündel. Für die Torhüterin war das der Beginn einer Begegnung, in der sie im Mittelpunkt stehen sollte. Zunächst war sie weiterhin als glänzende Torverhinderin bei der Kopfball-Möglichkeit von Vera Klingebiel gefordert (37.).

In der zweiten Halbzeit aber wurde Mündel zur tragischen Figur: Die Torfrau ließ eine eher ungefährliche Direktabnahme aus 14 Meter von SG-Akteurin Jenny Zitnik durch Hände und Beine ins Tor gleiten – 0:1 (55.). „Nadine hatte Pech, der Ball ist vor ihr versprungen“, sprach Mrosek seine Torhüterin von jeglicher Schuld frei.

Zumindest war nach dem Gegentor ein Aufrütteln zu spüren. Jana Schwaab hätte postwendend für den Ausgleich sorgen können (56.). Ihr Abschluss war aber ebenso zu ungenau wie zuvor die Torannäherungen von Johanna Pospich (8., 44.), Justine Rosek (31.) und Nadine Raue (39.).

Nur zwei Minuten nach der Schwaab-Chance probierte es erst Rosek aus der Distanz – zwei Meter vorbei. Und dann auch Wanner: Doch ihr 25-Meter-Hammer zischte ebenso r knapp am langen Pfosten vorbei (62.). Danach drängten El Bakali (64.) und Damia Bulut (70.) auf das 0:2, konnten Mündel aber nicht überwinden.

Schließlich mussten wieder ein Platzfehler und eine Unstimmigkeit nach einem langen Ball zwischen Jennifer Giehl und Mündel für die endgültige Entscheidung herhalten. Profiteurin Laura Predoi hatte keine Mühe, ins verwaiste Tor einzuschieben (83.) und besiegelte damit einen gebrauchten Tag für das Mrosek-Teams. • TuS: Mündel – Stemmler (46. Winter), Unzicker (46. Dietrich), Wanner, Giehl – Schwaab, Rosek – Wagner, Raue, Faupel – Pospich (73. Heideroth). SG: Bielawski – Huke, Depta, Gado, Girard – Klingebiel, Kayser – Gueye (84. Kiricioglu), Zitnik, Ott (68. Bulut) – El Bakali (64. Predoi). SR: Henry (Waldeck). Z: 80. Tore: 0:1 Zitnik (55.), 0:2 Predoi (83.).

Von Fabian Seck

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