Hessenliga: Großenglis muss sich cleveren Mit-Aufsteiger mit 0:2 geschlagen geben

Heimserie ist gerissen

Zu spät: TSG-Torhüterin Anna Friedichowitz (rechts) kann in dieser Situation vor der heranstürmenden Anna Lena Wagner (Großenenglis) klären. Foto: Hahn

Großenenglis. Der Frust hielt sich in Grenzen. Die Enttäuschung über das Ende einer fulminanten Serie ausgerechnet beim Hessenliga-Debüt vor eigenem Publikum.

Seit dem 28. März 2015 hatten die Fußallfrauen der Viktoria zu Hause nicht mehr verloren, ehe mit der TSG Neu-Isenburg nach 14 Spielen ohne Niederlage mal wieder eine Mannschaft beide Punkte aus Großenenglis entführte. „Ärgerlich“, fand Spielmacherin Justine Rosek das 0:2 (0:2) gegen den starken Mitaufsteiger, während Trainer Manuel Mrosek sofort unbeeindruckt nach vorn schaute: „Das wirft uns nicht um.“ Denn: „Spielerisch waren wir gleichwertig.“ Aber eben auch nicht so präsent wie sonst, um einen cleveren Gegner in die Schranken zu weisen. Besonders in der Anfangsphase offenbarten die Gastgeberinnen „zuviel Respekt“ (Mrosek), was die TSG in der 18. Minute mit einem ersten Nadelstich zu nutzen wusste: Nach einem Freistoß von Katharina Droszcz kommt Kathrin Schneider dank erheblicher Größenvorteile zum Kopfball, den Torfrau Kaiser abwehren kann - allerdings zu kurz, so dass Daniela Stroh mühelos abstaubt.

Kein Frage, die Viktoria war beeindruckt, versuchte zu reagieren, ohne dass der eigene Angriffsmotor auf Touren kam. Umso abgezockter die Gäste, die ihre zweite echte Chance - ein Lotz-Kopfball nach einer Droszcz-Ecke - zum zweiten Trefer nutzten (37.). Nun aber war die TuS-Reaktion wütender, so dass bei Chancen von Julia Faupel (39.) und Nadine Raue (40., 43.) noch vor der Pause der Anschlusstreffer in der Luft lag. Und unmittelbar danach bei einem Faupel-Solo (46.).

Dann kontrollierte wieder die TSG das Spiel, ließ ihre Abseitsfalle das ein oder andere Mal zuschnappen und nahm damit der in die Spitze beorderten Julia Faupel ihre Gefährlichkeit. Nichtsdestotrotz rannte die Viktoria weiter tapfer an. Allen voran die spielfreudige Mareike Wanner, die nach einem Alleingang über den halben Platz erst im letzten Moment abgeblockt werden konnte (66.). Und ihren Direktschuss fischte Torfrau Anna Friedichowitz mit einer Glanzparade aus dem Eck (74.).

Das Signal für eine ansehnliche Schlussoffensive, die schließlich ob der Konterchancen des Gegners in einen offenen Schlagabtausch mündete. So traf Justine Rosek aus 25 Meter nur die Latte (82.), während Sabrina Frank aus kürzester Distanz an Lisa Maria Kaiser scheiterte (84.).

Neu-Isenburg konnte es verschmerzen, Großenenglis nicht. Unterm Strich blieb die vom TuS-Trainer gelobte „tolle Moral“ und ein Gleichstand bei den Torchancen. Das macht durchaus Mut, reichte aber nicht dazu, auch im 15. Heimspiel hintereinander ungeschlagen zu bleiben. • Großenenglis: Kaiser - Stemmler (83. Dietrich), Käßner, Wanner, Unzicker - Rosek - Wagner, Schwaab (57. Winter), Raue, Faupel - Trost (46. Jäger). Neu-Isenburg: Friedichowitz - Müller (55. Risch), Salewski, Franz, Küster - Frank, Droszcz, Schneider, Biermann - Stroh (68. Martens), Lotz (61. Pollara). SR: Pfeiffer (Baunatal) Tore: 0:1 Stroh (18.), 0:2 Lotz (37.).

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