Interview: Justine Rosek sieht Talente von Großenenglis als Basis des Erfolgs

„Hessenliga wäre toll“

Großenenglis. Sie reifte neben Nordhessens bester Fußballerin Martina Müller bei Jahn Calden, lernte als Talent in der Hessenauswahl der Frauen Kniffe der künftigen Bundestrainerin Steffi Jones und von Rekord-Torjägerin Birgit Prinz. Jetzt ist Justine Rosek das Herzstück von Viktoria Großenenglis. 2012 war sie von ihrer Freundin Jennifer Giehl und Kapitänin Jennifer Käßner überzeugt worden, dass der damalige Gruppenligist eine Top-Adresse ist, „weil ich kürzer treten wollte“. Von Karriere ausklingen lassen ist im Interview indes nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil! Justine Rosek möchte mit der Viktoria in die Hessenliga.

Auf der Weihnachtsfeier in Großenenglis haben Sie gesagt, Sie würden gern noch mal aufsteigen. Geht der Wunsch 2016 in Erfüllung?

Justine Rosek: Ganz ehrlich, ich glaube daran! Die Anzeichen sind gut. Ich hoffe, dass alle mitziehen. Wir müssen einfach nur so weitermachen wie in der Hinserie.

Was macht Ihr Team so stark? Die Mischung aus Alt und Jung?

Rosek: Die Mischung macht es wirklich aus. Die Erfahrung von einigen Spielerinnen. Dazu die jungen Wilden. Sie sind läuferisch top und sehr lernwillig. Die Mädels sind alle pflegeleicht, nehmen an, was wir ihnen sagen. Hut ab dafür! Auch drumherum passt es 100-prozentig, was die Verantwortlichen machen.

Vor einem Jahr haben zwei Niederlagen nach der Winterpause den großen Wurf verhindert. Warum passiert das nicht noch einmal?

Rosek: Weil wir daraus gelernt haben, noch stabiler geworden sind. Ich denke, dass wir uns das nicht aus der Hand nehmen lassen. Ein Aufstieg bringt einen weiter. Hessenliga wäre eine tolle Sache.

Mit Lollar gibt es nur noch einen Kontrahenten um den ersten Platz. Und der wurde im Hinspiel mit 6:1 geschlagen…

Rosek: Damit hatte ich nicht gerechnet. Gegen Lollar haben wir uns stets schwer getan. An dem Tag hat alles gepasst. Die waren trotzdem gut. Wir haben sie auf dem Schirm.

Sie sind der Dreh- und Angelpunkt der Viktoria. Wie sehen Sie Ihre Rolle?

Rosek: Ich gehöre zu den erfahrensten Spielerinnen wie Jennifer Giehl, Jennifer Käßner und Selina Adler. Selina ist in die Rolle reingerutscht, hat das super angenommen, redet viel auf dem Spielfeld. Ich bin also nicht alleine, um die jüngeren zu führen Das mache ich nicht mit großem Gerede, sondern mit Leistung.

Die B-Mädchen der Viktoria reifen seit Jahren in der Hessenliga. Wäre das auch bei den Frauen dauerhaft möglich?

Rosek: Warum nicht? Wenn das so weitergeht, und weiter tolle Talente nachkommen, wäre das klasse. Aber ich habe jetzt erstmal alles nur für ein Jahr im Blick. Die Hessenliga ist nochmal eine andere Nummer. Anraff und Obermelsungen sind hier in der Region zwei Beispiele, die zeigen, dass man weiter ganz hart arbeiten muss.

Von Sebastian Schmidt

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