Pia Hörschelmann entscheidet Finale mit ihrem Doppelpack

An erfolgreiche alte Zeiten angeknüpft: Die Fußballerinnen des ESV Hönebach haben sich durch ein 2:0 im Finale gegen den Wildecker Rivalen SuFF Raßdorf mal wieder den Kreispokal gesichert. Foto:  nh

Wildeck. Die Fußballerinnen des ESV Hönebach haben den Pokal im Kreis Hersfeld-Rotenburg gewonnen.

Im Endspiel setzten sich die Eisenbahnersportlerinnen im Wildecker Derby in Bosserode gegen SuFF Raßdorf mit 2:0 (1:0) durch. Damit knüpft der ESV nach längerer Durststrecke - immerhin hatte der Klub den Wettbewerb von 2006 bis 2009 viermal in Folge gewonnen - an erfolgreiche Tage an.

Nach dem Gruppenliga-Aufstieg war das Finale gegen den künftigen Liga-Konkurrenten zugleich ein gelungener Test. „Überragend war es nicht, aber effektiv. Es hätte durchaus auch anders ausgehen können“, dämpfte ESV-Coach Markus Münster nach der Partie übertriebene Erwartungen im Keim.

Dank Pia Hörschelmann, die zwei individuelle Fehler der Raßdorferinen eiskalt ausnutzte, konnte Mannschaftsführerin Viola Hess am Ende den Siegerpokal in Empfang nehmen.

Beiden Teams merkte man an, dass sie noch mitten in der Vorbereitung stecken. Nach einer Viertelstunde des Abtastens der erste Aufreger: Ann Kathrin Schäfers Freistoß klatschte ans Hönebacher Lattenkreuz. Fünf Minuten später scheiterte auf der Gegenseite Dana Sandrock an Raßdorfs Keeperin Annekatrin Bönicke.

Ein schnell vorgetragener Konter brachte dann nach einer halben Stunde die Führung für den ESV. Carina Dang fing einen Ball in der eigenen Hälfte ab und passte auf Pia Hörschelmann. Die sah, dass Bönicke zu weit vor ihrem Kasten stand, und traf per Heber.

In der Folge waren die Hönebacherinnen gedankenschneller und einsatzfreudiger. Die SuFF-Elf verzettelte sich in Einzelaktionen und spielte zu kompliziert. Noch vor der Pause hätte Sandrock nachlegen können, was Bönicke verhinderte.

Nach dem Wechsel kamen die Raßdorferinnen besser ins Spiel. Sie hatten durch Sarah Winkelstein und Schäfers Freistoß, den Elisa Gebauer erst im Nachfassen unter Kontrolle bekam, Chancen zum Ausgleich.

„Lara Heinzerling fehlt uns an allen Ecken und Enden“, sagte Betreuerin Anika Müller über die nach einem Kreuzbandriss fehlende Torjägerin. Man habe gut verteidigt, aber eben keine Tore gemacht.

Der erste Vorstoß der Hönebacherinen im zweiten Durchgang führte fast zum 2:0. Nach Hörschelmanns Eingabe von der Grundlinie schoss Theresa Bode Torfrau Bönicke an (66.). Im Gegenzug scheiterte Juliane Apelt, und Winkelsteins 25-Meter-Schuss lenkte Gebauer an den Pfosten. Den Abpraller konnte Apelt nicht verwerten. Dies war die größte Möglichkeit zum 1:1.

Unhaltbar ins lange Eck 

In der 78. Minute fiel die Entscheidung: Nach einem Fehlpass von Libera Kimberley Klein schnappte sich Pia Hörschelmann die Kugel und traf unhaltbar ins lange Eck. „Pia war der Garant für den Sieg und Neulibera Viola Hess stand gut; trotzdem wird es für uns eine schweren Saison werden“, richtete Markus Münster den Blick voraus.

Anika Müller sprach von einem richtungweisenden Test. Man wisse nun vor dem ersten Punktspiel am 29. August in Poppenhausen, wo man stehe.

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