Frauenfußball: Berndt-Elf besiegt TSG Neu-Isenburg 8:0 und steuert weiter in Richtung Tabellenspitze

Jahn Calden bleibt ungeschlagen

Ball im Blick: Esma Oezdemir traf beim 8:0-Erfolg gegen Neu-Isenburg doppelt für Jahn Calden.

Calden. Die Fußballerinnen des TSV Jahn Calden bleiben in der Hessenliga weiter ungeschlagen. Mit dem 8:0 (5:0) am Samstag gegen die TSG Neu-Isenburg verbesserten sie ihr Punktekonto auf 16 Zähler und stehen nun auf Rang vier der Tabelle.

60 Zuschauer auf dem Kaiserplatz sahen eine sehr einseitige Partie. Das Geschehen spielte sich zumeist in der Hälfte der Gäste ab.

„Ich hätte heute auch zuhause bleiben können.“

Marigona Zani Torfrau von Calden

Jahn-Torhüterin Marigona Zani wurde kaum beschäftigt. „Ich hätte heute auch zuhause bleiben können“, freute sie sich über den klaren Erfolg. „Ich glaube, ich hatte nicht mehr als sechs oder sieben Ballkontakte.“

Musste Zani beim 7:2 im Hessenpokalfinale gegen Neu-Isenburg zweimal hinter sich greifen, wurde sie im Meisterschaftsspiel nicht ein einziges Mal ernsthaft gefordert. Die Gäste waren im Angriff sehr harmlos. Auch ihr einziger Eckball aus der 68. Minute stellte Zani und ihre Mitspielerinnen vor keinerlei Probleme.

Überfordert war die Neu-Isenburger Abwehr. Sharon Braun entblößte früh die Mängel der TSG (7.). Fabienne Schlieper (15., 44.), Esma Oezdemir (23.) und Franziska Tux (30.) schraubten das Ergebnis bis zur Pause in die Höhe. TSG-Torhüterin Anna Friedichowitz verhinderte mit guten Paraden einen höheren Rückstand.

„Wir haben in den ersten 45 Minuten sehr souverän gespielt“, bescheinigte Zani ihren Vorderleuten eine gute Leistung. Ähnlich sah es Trainer Wolfgang Berndt: „Am Spiel meiner Mannschaft gab es wenig auszusetzen.“

Nach der Pause agierte der Meisterschaftsanwärter in der Offensive nicht mehr gar so druck- und schwungvoll. „Da waren wir hin und wieder etwas unkonzentriert in unseren Aktionen“, meinte Zani. Das Spiel aber gab der TSV Jahn nicht aus der Hand. Braun (57.), Oezdemir (64.) und Schlieper mit einem Kopfballtor (80.) machten den auch in dieser Höhe verdienten Sieg perfekt.

Am kommenden Wochenende bestreitet Calden sein vorerst letztes Heimspiel. Der Gegner heißt SV Gläserzell. Trainer Berndt sieht seine Elf als klarer Favorit und erwartet einen ähnlichen Ausgang wie gegen Neu-Isenburg. Was für Zani bedeutet, dass sie wohl erneut wenig beschäftigt sein wird.

Dann stehen vier Auswärtsspiele in Serie an. Unter anderem läuft Calden beim Spitzenreiter und Zweiplatzierten auf. In Lollar und Rüsselsheim werden Zani und ihre Teamkolleginnen sicher mehr gefordert werden. „Wenn wir dort gewinnen wollen, muss von vorn bis hinten alles passen,“ ist sich Berndt sicher.“

Von Joachim Hofmeister

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