Frauenfußball-Regionalligist meldet sechs Neuzugänge - Passinger hat Verein verlassen

Jahn Calden will vorne mitmischen

Fünf der sechs Caldener Neuzugänge: Marlene Schneider, Saskia Fasse, Marigona Zani, Aileen Nuhn und Jacqueline Schubert (von links). Es fehlt Insa Fischer. Foto:  Hofmeister

Calden. Seit einer Woche sind die Fußballfrauen des Regionalligisten TSV Jahn Calden wieder im Training. Bei der offiziellen Vorstellung der neuen Mannschaft mit sechs Neuzugängen und nur einem Abgang gaben sich die Verantwortlichen um Vorstandsmitglied Joachim Ciechanowski, Teammanager Wolfgang Schopf und Trainer Engin Keskin zuversichtlich. „Wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben und die Neuen wie erhofft einschlagen, wollen wir vorne angreifen“, richtet das Trio den Blick nach oben. Auch wenn die Spielerinnen nicht unnötig unter Druck gesetzt werden sollen, wird bei den Jahnerinnen durchaus vom Aufstieg geträumt. „Die Mannschaft hat es drauf. Das hat sie bereits in der Hinrunde der Vorsaison gezeigt“, verweist Ciechanowski darauf, dass die Mannschaft bis kurz vor Ende der Vorrunde an der Tabellenspitze stand, ehe viele verletzungsbedingte Ausfälle zu einem Absturz ins Mittelfeld beitrugen.

13 Tore in 15 Spielen

Für Schopf wäre ein Aufstieg auch mit finanziellen Vorteilen verbunden: „In der zweiten Liga würde es bei einem gleichen Fahrtkostenaufwand Geld vom Deutschen Fußballbund geben.“

Mit der Perspektive, mit einer verstärkten Elf in die neue Saison zu gehen, konnten die vom Zweitligaaufsteiger Wetzlar umworbenen Leistungsträgerinnen Arlene Rühmer und Jil Ludwig in Calden gehalten werden. Mit den sechs Neuen erhält Keskin, der ohne seinen bisherigen Co-Trainer Dieter Olejak, dafür aber von den Betreuern Manfred Schanze, Oliver Ohm und Edeltraud Grimm unterstützt wird, mehr personelle Alternativen. So wird es auf der Torhüterinnenposition mit der 19-jährigen vom Oberligisten ESV RW Göttingen gekommenen Marigona Zani zu einem Konkurrenzkampf mit Annika Fengler kommen. In der Abwehr und im Mittelfeld einsetzbar ist die 18-jährige Insa Fischer vom Verbandsligisten KSV Hessen Kassel. Bereits in Calden gespielt hat Marlene Schneider (24). Die Abwehrspielerin kehrt nach einer Pause zurück, wird aber wegen ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin erst später einsteigen.

Für das Mittelfeld wurden die 22-jährige Aileen Nuhn vom Verbandsligisten SV Kathus und Saskia Fasse (26) vom Gruppenligisten TSV Obermelsungen geholt.

Große Hoffnungen ruhen auf die Torjägerin vom SV Gläserzell, Jacqueline Schubert. Die Angreiferin erzielte beim Hessenligisten 13 Tore in 15 Spielen. Nach dem Verzicht des Meisters auf den Wiederaufstieg in die Regionalliga und da sie beruflich in Kassel tätig ist, schloss sich die 20-Jährige den Jahnerinnen an. Den Verein verlassen hat lediglich Anna Maria Passinger, die sich dem Gruppenligisten SG Hombressen/Udenhausen angeschlossen hat.

Samstag Testspiel

Das erste Testspiel bestreitet Calden am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen den Südwest-Regionalligisten TSV Schott Mainz.

Vom 21. bis zum 23. August ist ein Kurztrainingslager in der ehemaligen Bundeswehrkaserne in Bad Frankenhausen mit einem Freundschaftsspiel gegen den 1. FFV Erfurt geplant.

Von Michael Wepler

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