Den Frauen vom FC Edermünde glückt der Durchmarsch in die Gruppenliga

Jetzt belächelt sie keiner mehr

Steigen in die Gruppenliga auf: Die Frauen vom FC Edermünde mit Angelique Pohl (von oben links), Sarah Leutebrandt, Jennifer Bernhardt, Jasmin Beck, Natalie Marlor, Anna Seemann. Laura Kramer (Mitte von links), Julia Leifheit, Selina Koch, Kim Rameil, Cassiel Doucette. Kira Buck (vorne von links), Marlen Grauer, Anika Perreten, Sabine Kupniewitsch, Alexandra Hess und Sumeyye Merdivan. Foto: nh

Edermünde. Den Durchmarsch von der Kreis- bis in die Gruppenliga schafften die Fußballerinnen vom FC Edermünde als Tabellenzweiter hinter Germania Rhoden. Dabei flatterten bei der Mannschaft von Jung-Trainer Oliver Radecke (29) im Zweikampf mit Ahnatal besonders in der Schlussphase die Nerven.

„Wir haben den Aufstieg erst am vorletzten Spieltag klargemacht und vorher einige Matchbälle vergeben“, so Radecke. Erschwerend kam hinzu, dass die frühere Regionalliga-Spielerin Jacqueline Ullrich (13 Spiele, 19 Tore) während der Rückrunde eine Pause aus privaten Gründen einlegte. Klargemacht wurde der Durchmarsch dann doch noch mit dem 4:1 gegen Dynamo Windrad - nach 0:1-Rückstand. „Ich habe in dieser Serie einige graue Haare bekommen“, sagt Radecke und lacht dabei.

Noch ein Aufstieg ist aber nicht drin. Denn für die Verbandsliga muss der Verein eine B-Mädchenmannschaft stellen. Die Jugendarbeit steckt im erst seit vier Jahren bestehenden Frauenbereich aber noch in den Kinderschuhen. „Das Ziel kann auch nur der Klassenverbleib sein“, gibt der Coach die Richtung für die nächste Serie vor. Verstärkt wird das Team dafür wahrscheinlich mit ein, zwei Spielerinnen aus Fürstenhagen (haben ihr Team aus der Gruppenliga zurückgezogen).

Verlassen werden die Radecke-Elf Torfrau Sabine Kupniewitsch (TSG Wilhemshöhe II) und Kanada-Import Cassiel Doucette (Visum läuft ab). Co-Trainer Michael Pohl legt aus familiären Gründen eine Pause ein. Dazu muss der Aufsteiger in den ersten drei Pflichtspielen auf Mittelfeldspielerin Jennifer Bernhardt verzichten. Die 20-Jährige sah in der Partie gegen Dynamo Windrad nach einem Schubser die Rote Karte – die erste der Vereinsgeschichte.

Ein Plus sollen bei dem Verein auch in der nächsten Serie die Zuschauer sein. In dem Bereich war der Tabellenzweite der Krösus der Liga. „Ganz zu Beginn wurden wir belächelt. Das hat sich vollkommen gedreht. Frauenfußball kommt in Edermünde an“, freut sich der Bundeswehrsoldat über durchschnittlich 100 Zuschauer. Die werden auf den nächsten Aufstieg aber noch etwas warten müssen.

Von Daniel Schneider

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