Frauenfußball-Gruppenliga: Kammerbach gewinnt Spitzenspiel gegen Korbach mit 2:1

TSG jetzt erster Titelanwärter

Obenauf im Spitzenspiel: Katharina Axt (oben), Kammerbachs Torschützin zum 1:0, setzt sich gegen die Korbacherin Martina Kiel durch. Foto: Schröter

Kammerbach. In der Fußball-Gruppenliga der Frauen ist die TSG Kammerbach jetzt der Titelkandidat Nummer eins. Im Spitzenspiel bezwang das Team von Trainer Karl-Martin Weinzierl am Samstagabend den TSV Korbach mit 2:1 (0:0). In der Tabelle verdrängten die Kammerbacherinnen damit Korbach vom zweiten Platz und haben bei einem Spiel weniger weiterhin einen Zähler Rückstand auf den TSV Obermelsungen, der Großenenglis II mit 2:0 besiegte.

Unter Flutlicht bei winterlichen Temperaturen machten die Gäste zunächst den besseren Eindruck und schnürten die Weinzierl-Elf in der eigenen Hälfte ein. Echte Torchancen erspielten sie sich aber nicht. Nach einer Viertelstunde lösten sich die Gastgeberinnen jedoch aus der Umklammerung, übernahmen selbst mehr und mehr das Kommando und tauchten immer wieder gefährlich vor dem Korbacher Gehäuse auf. Weil mit den privat verhinderten Marie Umbach, Carola Heczko und Claudia Hertig aber alle drei nominellen Sturmspitzen fehlten, mangelte es an der nötigen Durchschlagskraft. Katharina Dilling, die ansonsten im offensiven Mittelfeld zuhause ist, machte ihre Sache zwar ordentlich, ließ aber drei dicke Gelegenheiten aus (5./14./35.). Die beste Chance jedoch vergab Tanja Schüler, als sie allein aufs Tor zuging, ihr Schuss aber kein Problem für die starke TSV-Schlussfrau Jennifer Berger darstellte (26.).

Nach der Pause dann aber der Befreiungsschlag für die Gastgeberinnen. Katharina Axt, die trotz starker Schmerzen wegen zweier umgeklappter Fußnägel bis zum Schlusspfiff auf die Zähne biss und zu den stärksten TSVerinnen zählte, setzte sich auf der rechten Seite durch, ging aufs Tor zu und überraschte die am langen Pfosten auf eine Flanke lauernde Jennifer Berger mit einem Schuss ins kurze Eck (51.). Als Wenke Eckert dann die ansonsten überragende TSV-Schlussfrau nach einem weiteren Stellungsfehler mit einem 35-Meter-Heber zum 2:0 überlistete (61.), schien alles klar zu sein. Ein Handspiel von Luisa Friedrich im eigenen Strafraum nur eine Minute später und der anschließende verwandelte Strafstoß von Vanessa Merz machten die Partie aber noch einmal spannend. Am Ende aber behielten die Gastgeberinnen die Nerven – und das bessere Ende für sich.

TSG Kammerbach: Dückenhoff – Barta, Gerbig, Friedrich, Hildebrand – Rundnagel, Eckert, Schüler – Axt, Dilling (82. Friederich), Langefeld.

Tore: 1:0 Axt (51.), 2:0 Eckert (66.), 2:1 Merz (68./HE). (per)

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