Hessenliga: Großenenglis gegen Meister Frankfurt eine Halbzeit auf Augenhöhe

Käßner verschießt Elfer

Das 1:0 ist unterwegs: Torschützin Johanna Pospich lässt Frankfurts Torhütern Nina Behrendt (am Boden) keine Chance und erzielt die Führng für Großenenglis. Foto: Kasiewicz

Großenenglis. Der Strafstoß beim Stand von 2:1 für die Gäste sollte Jennifer Käßners Abschiedsgeschenk werden, doch der krönende Abschluss blieb der Abwehrchefin in ihrem letzten Spiel für viktoria Großenenglis versagt. Denn: Sie schoss den Elfmeter übers Tor. „Ich wollte mich zum Abschied belohnen. Schade, dass es nicht geklappt hat“, ärgerte sich die Kapitänin des heimischen Fußball-Hessenligisten nach der 2:6 (2:3)-Niederlage gegen Meister Eintracht Frankfurt. Und hegte zwiegespaltene Gefühle: „Ich bin traurig, dass es vorbei ist. Mache aber gern den Platz für jüngere Spielerinnen frei.“

Dabei hatte der Saisonausklang durchaus vielversprechend begonnen. Johanna Pospich nutzte einen Fehler von Eintracht-Torhüterin Nina Behrendt zur 1:0-Führung (6.). Die jedoch nicht lange hielt: Helen Weber per Kopf nach einem strittigen Freistoß (10.) und Torjägerin Jill Fournier drehten die Partie binnen weniger Minuten zur 2:1-Führung für die Gäste (22.). Beide Male ließen die Viktoria-Abwehr um Torfrau Nadine Mündel und Mareike Wanner die letzte Konsequenz vermissen.

Doch die Borkenerinnen schlugen zurück: Nach Käßners verschossenem Elfmeter (25.) scheiterte Nina Dietrich zunächst noch an Behrendt (27.), doch die anschließende Ecke versenkte Dietrich aus kurzer Distanz zum 2:2 (28.). Der Ligaprimus antwortete abermals prompt: Selima Gerezgimer nickte eine Ecke völlig freistehend zur erneuten Führung ein (35.). „Heute waren es zu viele individuelle Fehler bei Standards. Wir hätten das Spiel nicht verlieren brauchen“, monierte Trainer Manuel Mrosek die fehlende Cleverness. Zuvor hatte Mündel die Viktoria mit drei überragenden Paraden bei einer Doppelchance von Gerezgimer und Fournier (33.) sowie einem Freistoß von Luisa Marie Horsch (34.) im Spiel gehalten.

Nach dem 4:2 durch eine verunglückte Flanke von Jullia Förster (50.) war der Kräfteverschleiß beim Mrosek-Team deutlich zu spüren. „Danach waren wir zu erschöpft, um zurück zu kommen. Trotzdem haben wir mitgehalten, es war ein toller Abschluss“, lobte Justine Rosek ihr Team. Das noch ein Eigentor von Lea Unzicker (65.) und einen Treffer von Rosalie Sirna zum 6:2-Endstand hinnehmen musste (84.). Trotz des klaren Sieges zollte Eintracht-Coach Christian Yarussi der Viktoria Respekt: „Sie haben gute Spielerinnen und eine super Saison gespielt.“ • Viktoria: Mündel – Unzicker, Wanner, Käßner (63. Wingefeld), Stemmler – Rosek, Raue – Dietrich (54. Trost), Schwaab, Wagner – Pospich. Eintracht: Behrendt – Förster, Tobolik (70. Joest), Müller, Kindl – Gerezgimer (56. Sirna), Marenow, Seufert – Horsch, Weber (62. Mundt), Fournier.

Von Fabian Seck

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