Kammerbacher Fußballerinnen holen Gruppenliga-Titel

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Pure Begeisterung: Die gewonnene Meisterschaft in der Fußball-Gruppenliga bejubeln die Spielerinnen der TSG Kammerbach und ihr Trainer Karl-Martin Weinzierl.

Kammerbach. Die Fußballerinnen der TSG Kammerbach sind nur ein Jahr nach ihrem Abstieg zurück in der Verbandsliga. Den letzten Schritt zum Meistertitel hätte sich der Noch-Gruppenligist aber anders gewünscht. Schlusslicht SV Balhorn trat am Samstag zum vorletzten Saisonspiel gar nicht erst an.

„Ich finde das unglaublich unsportlich“, ärgerte sich TSG-Trainer Karl-Martin Weinzierl. „Meine Mannschaft wollte unbedingt spielen und auf sportlichem Wege den Titel holen.“ Außerdem sah Weinzierl seine beste Torschützin Lucia Langefeld um eine realistische Chance beraubt, sich auf der Saisonzielgeraden noch die Torjäger-Kanone zu sichern. Immerhin liegt die Außenstürmerin mit derzeit 14 Treffern nur zwei Tore hinter der führenden Miriam Stueer von der SG Hombressen/Udenhausen.

Krönung einer tollen Karriere: Das glückliche Trio Tanja Schüler, Ina Rundnagel und Wenke Eckert (von links) präsentiert die Meisterschale.

Die gute Laune ließen sich die Kammerbacherinnen von der Spielabsage aber dennoch nicht vermiesen. Nachdem sie kurzfristig ein Spielchen gegen die zweite Herrenmannschaft der TSG organisiert und sich trotz körperlicher Unterlegenheit mit 3:3 richtig gut aus der Affäre gezogen hatten, stieg im Seehof-Stadion eine rauschende Meisterfeier mit Bier- und Sektdusche, Tanz, Gesang und allem, was eben so dazugehört.

„Für mich ist das eine echte Sensationsmeisterschaft“, strahlte Karl-Martin Weinzierl mit seinen Spielerinnen um die Wette. „Nachdem wir im Vorjahr mit nur zwei Siegen aus der Verbandsliga abgestiegen waren, hätte ich nicht gedacht, dass wir derart kompakt sein könnten. Genau diese Kompaktheit war aber in dieser Saison unsere Stärke“, so der TSG-Coach.

Einen großen Anteil an der neu gewonnenen Stärke seiner Mannschaft hatten die Neuzugänge wie die beiden Stürmerinnen Katharina Axt und Marie Umbach, aber auch die Defensivspielerinnen Katrin Barta und Hanna Sennhenn. „Und natürlich unsere Torfrau Helen Dückerhoff, die ebenfalls vor der Saison zu uns stieß und als 16-Jährige schon eine phantastische Leistung gezeigt hat“, sagt Weinzierl. Aber auch die Maßnahme des TSG-Trainers, Lucia Langefeld aus dem Mittelfeld in den Sturm zu beordern, trug gehörig zum großen Erfolg bei.

Alles Gute kommt von oben: TSG-Trainer Weinzierl kippt Mittelfeldspielerin Wenke Eckert nass.

„Insgesamt war das eine sehr schöne Saison“, schwärmte Weinzierl. Die Tatsache, dass die Mannschaft von Woche zu Woche immer mehr zu einer Einheit wurde und dass alle Spielerinnen enorm viel Ehrgeiz und einen unbedingten Siegeswillen zeigten, war eindrucksvoll. Der TSG-Coach musste selbst gar nicht so viel zum Erfolg beitragen, weil alle an einem Strang zogen. Was diesen Titel besonders wertvoll macht ist der Umstand, dass die Entwicklung der Mannschaft längst noch nicht abgeschlossen ist. „Und genau deshalb freue ich mich schon jetzt auf die Verbandsliga, wo wir konsequent an dieser Entwicklung weiterarbeiten werden, so Weinzierl. (per)

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