Frauenfußball-Regionalliga: Jahn Calden trennt sich vom 1. FC Nürnberg 2:2 und bleibt Vorletzter

Keine Freude nach Unentschieden

Verbissener Kampf um den Ball: Caldens Alena Ohm kommt vor Nürnbergs Caroline Eberth (links) an das Spielgerät. Foto:  Hofmeister

calden. Ein Punkt für den TSV Jahn Calden im Überlebenskampf der Frauenfußball-Regionalliga. Gegen den 1. FC Nürnberg gab es ein leistungsgerechtes 2:2 (2:1) auf dem Kaiserplatz. Große Freude kam nach dem Schlusspfiff bei den Gastgeberinnen nicht auf – zweimal hatten sie in Führung gelegen.

Der „Club“ konnte, dank seiner Tabellenposition im gesicherten Mittelfeld, die Partie ganz entspannt angehen. Der Vorletzte aus Calden dagegen, ging mit dem Druck unbedingt die volle Ernte einfahren zu müssen, in die Partie. Nahm diese Situation aber gut an. „Ich war mit der Einstellung zufrieden“, sagte TSV-Trainer Wolfgang Berndt.

Ärgern musste er sich über die Gegentore. „Das waren zwei kuriose Treffer.“ Zwei Schüsse wurden auf den Jahn-Kasten abgefeuert, jedes Mal landete der Ball im Netz.

Sein Gegenüber, FC-Coach Alexander Zeltner, war beim 1:0 in der elften Minute unzufrieden mit seiner Defensive: „Das war schon haarsträubend, wie unsere Abwehr da zu Werke ging.“ Eine Nürnberger Verteidigerin trat über den Ball – Nutznießerin war Johanna Hildebrandt.

Die Torschützin war die auffälligste Spielerin in der ersten halben Stunde und sorgte häufig für Unruhe in der gegnerischen Hälfte. Bis die von ihrem Kunstrasen und Trainingsmöglichkeiten am Valznerweiher verwöhnten Fränkinnen sich auf die Platzverhältnisse am Kaiserplatz eingestellt hatten, dauerte es fast eine halbe Stunde. Aber bei Torchancen von Marissa Schultz (28.) und Gina Steiner (34.) mussten Jahn-Torfrau Marigona Zani und Abwehrspielerin Franziska Tux auf dem Posten sein.

Der Ausgleich gehörte aber in die Kategorie Sonntagsschuss. Der Fernschuss von Steiner senkte sich über Zani hinweg ins Netz. Den Rückschlag steckten die Gastgeberinnen aber weg. Sharon Braun sorgte eine Minute vor dem Pausenpfiff für die erneute Führung. Wiederrum Braun hatte kurz nach Wiederbeginn noch eine gute Kopfballchance.

Ähnlich überraschend wie das 1:1 fiel auch das 2:2 in der 52. Minute. Ein direkter Freistoß von der rechten Seite durch Leonie Vogel verirrte sich im Kasten des TSV.

Danach folgte viel Kampf und wenig ansehnliches. „Das war kein Regionalligafußball“, erklärte Nürnbergs Trainer Zeltner. Es blieb beim Unentschieden, lediglich ein Schuss von Hildebrandt (87.) sorgte noch für Gefahr.

„Der Punkt ist zu wenig für uns, aber der Einsatz stimmte wie in den zwei Spielen zuvor. Das ist positiv. Aber im nächsten Spiel muss ein Sieg her“, sagte Jahn-Spielführerin Leonie Klement.

Von Ralf Heere

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