Fußball-Gruppenliga-Frauen: Schlüchtern Punkt abgeknöpft - SCL verliert und leidet

Lichtblick für Raßdorf

Den Vorwärtsgang eingelegt: Sophie Schuchardt (rechts) und ihre Raßdorfer Mitstreiterinnen kamen gegen die SG Schlüchtern (rote Trikots) mal wieder zu einem kleinen Erfolgserlebnis. Foto: Walger

ROTENBURG. In der FrauenFußball-Gruppenliga gab es für die in letzter Zeit arg gebeutelten Kickerinnen von SuFF Raßdorf zumindest einen Teilerfolg gegen Schlüchtern. Enttäuscht kehrte dagegen der SC Lispenhausen vom Gastspiel in Schwarzbach zurück. Hatte man im letzten Spiel noch mit einem 1:0 gegen den Tabellenführer SG Jossa aufhorchen lassen, gab es dort eine nicht unbedingt einkalkulierte 2:3-Niederlage. Der ESV Hönebach war spielfrei.

SuFF Raßdorf - SG Schlüchtern 1:1 (1:0). Schon vor dem Spiel häuften sich bei den Wildeckerinnen die Hiobsbotschaften. So wird Sarah Winkelstein aus gesundheitlichen Gründen für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Keeperin Caroline Heinzerling musste wegen einer Fingerverletzung ihren Platz im Tor räumen, wurde aber von Luisa Bressler tadellos vertreten. Heinzerling wirkte als Feldspielerin mit.

Die Gastgeberinnen begannen stark. Nachdem Sophie Schuchardt zunächst an Gästetorfrau Alisha Ghanou gescheiterte war (18.), machte es Juliane Apelt mit ihrem Flachschuss besser. Mit der Führung im Rücken lief es für die Wildeckerinnen noch besser. Doch Kerstin Müller und Lea Westermann scheiterten an Ghanou.

Schwindende Kräfte

Im zweiten Abschnitt schwanden die Kräfte bei Raßdorf. Schlüchtern kam durch Judith Schäfers Abstauber nach einem Lattentreffer zum Ausgleich (81.). „In der ersten Hälfte haben wir richtig guten Fußball gespielt, nach der Pause dann das 1:1 über den Kampf gerettet“, bilanzierte Betreuerin Anika Müller. Ein Extralob spendierte sie der starken Lea Schunk.

SuFF Raßdorf: Bressler - Schäfer, Höpfner, Müller, Hotzel, Schunk, Ott (72. Börner), Westermann, Apelt (65. Heinzerling), Klein, Schuchardt.

Tore: 1:0 Apelt (26.), 1:1 Schäfer (81.).

FSG Schwarzbach/Tann/Hilders - SC Lispenhausen 3:2 (3:1). „Dass wir nicht gut waren, ist die eine Sache. Aber die Gesundheit meiner Spielerinnen ist mir am wichtigsten“, spielte SCL-Trainer Uwe Schögin auf die überharte Gangart der Gastgeberinnen an. Daher sind die schweren Verletzungen von Anna Schumacher und Marie-Christin Rode für ihn schmerzhafter als die Niederlage. Beide mussten ins Krankenhaus, und für beide ist die Saison wohl gelaufen.

Eine Vorentscheidung war nach nur 25 Minuten gefallen. Der SCL bekam keinen Zugriff, der Gegner war immer den berühmten Tick schneller und gewann wesentlich mehr Zweikämpfe. Nach zwei Kontern führte die FSG schnell mit 2:0. Die beste Akteurin der Gastgeber, Magdalena Krug, erhöhte gar auf 3:0.

Als Dorothea Klee auf 1:3 verkürzte, keimte noch einmal Hoffnung auf. Aber die Verletzungen warfen das Konzept völlig über den Haufen. Letztlich kaufte die FSG dem SCL mit ihrem körperbetonten Spiel den Schneid ab. Mit einem 22-Meter-Freistoß schaffte Martina Mohr zwar noch den Anschluss, aber mit am Ende nur noch zehn gesunden Akteurinnen auf dem Feld war nicht mehr drin.

Tore: 1:0 Schäfer (6.), 2:0 Sauer (8.), 3:0 Krug (25.), 3:1 Klee (27.), 3:2 Mohr (57.).

SC Lispenhausen: Werner - Dick, Schubert, Franz, Mohr, Herdt, Klee, Schumann, Frölich, Kressel, Schumacher (39. Rode, 46. Beyer). (bt)

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