Frauen-Fußball-Gruppenliga: Lispenhausen/Breitenbach gewinnt dank guter Abwehr

SG Lispenhausen/Breitenbach im Derby obenauf

Die Raßdorferinnen liefen hinterher: Das SG-Team, hier mit Carolin Peter am Ball, bezwang seine Gäste aus Wildeck. In dieser Szene hat SuFF-Kapitänin Kimberly Klein das Nachsehen. Foto: Walger

Lispenhausen. Nach längerer Durststrecke durften die Gruppenliga-Kickerinnen der SG Lispenhausen/Breitenbach endlich mal wieder einen Derbyerfolg gegen SuFF Raßdorf bejubeln.

Eine solide Abwehrarbeit gegen das sonst stets gefährliche Wildecker Stürmerinnen-Duo Lara Heinzerling und Merilyn Herrmann war die Grundlage zum Erfolg. Die SG spielte aus einer stabilen Abwehr heraus schnell nach vorne - bereits nach drei Minuten scheiterte Laura Schöttl aus kurzer Distanz.

Nach einer Viertelstunde wurden dann die Angriffsbemühungen der Heimelf erstmals belohnt. Ilona Herdt veredelte Laura Schöttls Flanke per Kopf zur Führung. Die hatte allerdings nur zwei Minuten Bestand: Raßdorfs Torjägerin Lara Heinzerling nutzte ein Missverständnis in der SG-Abwehr eiskalt aus und lochte zum 1:1-Ausgleich ein.

Abwehrreihen dominieren

In der Folge lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Die Abwehrreihen zeigten sich dabei aber stabil. Für die Torfrauen Sophia Kirchhoff und Annekatrin Bönicke gab es nur selten Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

Nach dem Seitenwechsel war die Partie zunächst arm an Höhepunkten. Nach einer guten Stunde zog Schöttl auf der linken Seite los und schloss überlegt zur erneuten Führung für die Gastgeberinnen ab. Zwanzig Minuten vor dem Ende dann die Vorentscheidung: Erneut war es Schöttl, die auf der linken Außenbahn einen Flankenlauf startete und Dorothea Klee gekonnt in Szene setzte, die per Kopf vollstreckte. In der Schlussviertelstunde verpufften die Angriffsbemühungen der Gäste immer wieder in der gut gestaffelten SG-Abwehr.

„Das war nichts heute. Die Leistung auf dem Platz spiegelt die momentane Trainingsbeteiligung wider“, zeigte sich Raßdorfs Trainer Mario Katzmann nach der Partie enttäuscht. Das Fehlen von vier verletzten Spielerinnen wollte er nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Zwei, drei Torchancen im ganzen Spiel sind einfach zu wenig.“

Lispenhausens Coach Uwe Schögin freute sich hingegen über einen hochverdienten Sieg: „Wir sind momentan in guter Verfassung und können nächste Woche mit dem nötigen Selbstvertrauen zum Tabellenführer Freiensteinau fahren.“ Einziger Wermutstropfen für die SG war die erneute Verletzung von Nadine Schögin, deren Comeback gerade einmal zehn Minuten dauerte. Raßdorf möchte im kommenden Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Pilgerzell Wiedergutmachung betreiben.

SG Lispenhausen/Breitenbach: Kirchhoff - Dick (46. Schögin, 60. Rode), Peter, Franz, Mohr, Schöttl, Herdt, Klee, Schumann, Schumacher, Reichhardt.

Raßdorf: Bönicke - Mrugalla, Nicole Bachmann, Hotzel, Tann, Schäfer, Katharina Bachmann (73. Müller), Klein (39. Hofmann), Herrmann, Heinzerling, Apelt (13. Linß).

SR: Schneck (Philippsthal); Zuschauer: 80

Tore: 1:0 Herdt (15.), 1:1 Heinzerling (17.), 2:1 Schöttl (66.), 3:1 Klee (70.).

Von Thomas Becker

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