TSG Kammerbach enttäuscht gegen nur mit zehn Spielerinnen angereisten Gegner

Mageres 0:0 in Überzahl

Abgezogen: Auch Lucia Langefeld im Trikot der TSG Kammerbach (links) blieb im Heimspiel gegen die SG Landau/Wolfhagen wie ihre Mitstreiterinnen erfolglos. Foto: per

Kammerbach. Nach einem enttäuschenden 0:0-Unentschieden gegen Schlusslicht SG Landau/Wolfhagen wird für die TSG Kammerbach die Luft im Abstiegskampf in der Fußball-Verbandsliga der Frauen immer dünner.

Das war nichts, was das Team von Trainer Karl-Martin Weinzierl den Fans im heimischen Seehof-Stadion bot. Gegen einen Kontrahenten, der in dieser Saison zuvor in 19 Spielen lediglich sieben Punkte geholt hatte und der nur mit zehn Spielerinnen angereist war, hätte unbedingt ein Sieg her gemusst. „Von unserer Überzahl hat man über weite Strecken gar nichts gemerkt“, zeigte sich auch Weinzierl enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft. „Ganz im Gegenteil: Die Gäste hatten in der Anfangsphase sogar mehr vom Spiel und haben sich richtig gute Chancen erarbeitet.“

Einer der Gründe, warum es gerade im Kammerbacher Aufbauspiel nicht gut lief, könnte der kurzfristige Ausfall der beiden Torhüterinnen Helen Dückerhoff und Saskia Wollenhaupt gewesen sein. Für sie musste Routinier Wenke Eckert zwischen die Pfosten, die ihre Sache zwar ausgezeichnet machte, dafür aber als Ideengeberin im Mittelfeld fehlte.

Da zudem mit Laureen Deckenbach, Marie-Luise Ludwig und Marie Umbach drei weitere wichtige Akteurinnen fehlten, ließ das Spiel der Gastgeberinnen gerade in der Offensive einiges zu wünschen übrig. Und wenn ein Ball dann doch einmal den Weg in den gegnerischen Strafraum fand, dann scheiterten die TSGerinnen entweder an den eigenen Nerven oder an der guten SG-Torfrau Marlina Wachs.

Vor den abschließenden Saisonspielen am 21. Mai beim Tabellendritten in Klein Linden und eine Woche danach daheim gegen den Vierten DSC Allendorf/Eder haben sich die Chancen der TSG auf den Klassenerhalt also nicht verbessert. Im Gegenteil: Weil der FSV Friedensdorf in seinem Heimspiel gegen Klein-Linden ein achtbares 1:1-Unentschieden holte, zog er in der Tabelle am punktgleichen KSV Hessen Kassel (1:5 in Lollar) vorbei.

Damit haben jetzt gleich zwei Teams jeweils zwei Punkte mehr auf dem Konto als die Weinzierl-Elf, die somit mindestens noch einen Sieg braucht. Der würde allerdings nur dann reichen, wenn sowohl Friedensdorf als auch der KSV Hessen seine beiden ausstehenden Spiele verliert.

TSG Kammerbach: Eckert – Barta (74. Schäfer), Meyer (74. Jelena Hildebrand), Remmler, Jana Hildebrand (90. Sander) – Friedrich - Friederich, Gerbig, Schüler - Axt, Langefeld. (per)

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