Großenenglis geht voller Euphorie und mit vielen eigenen Talenten die Hessenliga an

Die Mischung macht es

So sehen Meister aus: Der TuS Viktoria Großenenglis mit Sabrina Siemon (von hinten links), Sophie Trost, Carina Jäger, Rojin Balica, Luisa Winter, Jana Schwaab, Lea Unzicker, Betreuer Daniel Wettlaufer, Trainer Manuel Mrosek, Jennifer Giehl, Julia Stemmler und Johanna Pospich sowie Selina Adler (von vorne links), Anna Lena Wagner, Isabell Zimmer, Julia Faupel, Mareike Wanner, Justine Rosek, Nadine Mündel und Jennifer Käßner. Foto: Kasiewicz

Grossenenglis. Dieter Mette hatte gut lachen. Der Kassierer vom Fußball-Verbandsligisten TuS Viktoria Großenenglis kassierte beim letzten Saisonspiel den Eintrittspreis von 2,50 Euro und meinte dann: „Ich hätte nach dem Spiel rumgehen sollen. In der Hessenliga nehmen wir nämlich drei Euro.“ Nach 90 Minuten war die Preissteigerung perfekt, denn der TuS Viktoria Großenenglis spielt nächste Serie in der Hessenliga.

Das 6:0 (3:0) gegen einen überforderten Gegner aus Klein--Linden war einer von elf Heimsiegen - in elf Spielen vor heimischem Publikum. Ein beeindruckende Bilanz der Mannschaft von Trainer Manuel Mrosek, den TuS-Vorsitzende Birgitt Faßhauer als „Glücksfall“ für den Verein bezeichnet. Die Arbeit des ehrgeizigen B-Lizeninhabers hat sich herumgesprochen, doch Mrosek wird den Aufsteiger auch in der Hessenliga betreuen. „Mich haben ein paar Vereine angesprochen. Das Abenteuer Hessenliga lasse ich mir aber nicht entgehen“, sagt der Familienvater, dessen Tochter Jana Ersatztorhüterin ist.

Im Kasten steht normalerweise Nadine Mündel. Die 30-Jährige bekam eigentlich fast nichts zu tun, musste nur zwölfmal hinter sich greifen. Und hat Hessenliga-Erfahrung mit dem TSV Obermelsungen und der SG Gilsa/Jesberg, die sich dort allerdings nicht lange halten konnten.

Diesmal soll der Auftritt dort länger dauern. „Die Voraussetzungen in Großenenglis sind viel besser. Hier haben die jungen Mädels eine tolle Ausbildung bekommen“, sagt Mündel. Auch Faßhauer hofft auf Kontinuität. „Wir wollen uns da schon etablieren und unseren jungen Spielerinnen eine Perspektive bieten“, sagt die Vorsitzende. Und verweist dabei auf eine erfolgreiche B- und C-Jugend. Neben dem Unterbau eröffnet auch die gesunde Mischung der aktuellen Mannschaft gute Perspektiven für Viertliga-Fußball in dem 944-Einwohner-Dorf. Die Mannschaft ist jung und wird gestützt von einigen erfahrenen Spielerinnen wie Leitwölfin Justine Rosek.

Rosek hängt ein Jahr dran

Die Mittelfeldstrategin, mit reichlich Regionalliga-Erfahrung gesegnet (Mrosek: „Mit ihr hätte ich früher auch gerne zusammen gespielt“) findet Großenenglis einfach nur „Bombe“ und hängt deswegen noch ein Jahr dran. Allerdings: Bei der Abschlussfahrt nach Düsseldorf wird die 36-Jährige fehlen, da sie zu dieser Zeit im Urlaub ist. Verspricht indes, nächstes Jahr auf Mallorca wieder dabei zu sein. Als Hessenligist? „Die Mannschaft ist auf jeden Fall stark genug“, meint Rosek. Ganz im Sinne von Kassierer Dieter Menne.

Von Daniel Schneider

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