Frauen-Hessenliga: Viktoria holt noch Luise Hertel

Mrosek freut sich auf Derbys gegen Calden

Manuel

Großenenglis. Viktoria Großenenglis hat personell noch mal nachgelegt. Nach Laura Festor und Nikola Körbel (beide B-Jugend Hessen Kassel), Lisa Heideroth (eigene Jugend) und Rückkehrerin Jana Mrosek konnte der Fußball-Hessenligist auch noch Luise Hertel vom Frauen-Gruppenligisten TSV Obermelsungen als Verstärkung für die kommende Saison gewinnen. Das ergibt, zumindest quantitativ, bereits eine positive Wechselbilanz. „Wir werden jünger und der Konkurrenzkampf im Team wird größer“, sagt Trainer Manuel Mrosek über seinen 18er Kader, der noch um eine weitere Spielerin aufgestockt werden könnte.

Die Vorbereitung beginnt am 10. Juli - mit einer klaren Zielsetzung. „Wir müssen an unseren Schwächen arbeiten“, sagt der TuS-Coach, der aus der ersten Saison in Hessens höchster Liga viele Schlüsse gezogen hat: „Der Zettel ist voll.“ Das Hauptaugenmerk dürfte auf eine Verbesserung der Defensive gerichtet sein („Wir müssen kompakter stehen“), ohne den eigenen offensiven Spielstil zu vernachlässigen.

In einer Liga, die auf 13 Vereine aufgestockt wird. Darunter als Neulinge Lollar, Pfungstadt und Ueberau sowie aus „von oben“ die Regionalliga-Absteiger Wetzlar II und Jahn Calden. Das langjährige Aushängeschild des nordhessischen Frauenfußballs, drei Jahre lang in der 2. Bundesliga zu Hause, wo sie in 2003/2004 in der Nordgruppe den dritten Rang belegten. Zuvor wurden die Jahnerinnen viermal Oberliga-Meister und gewannen 2001 den Hessenpokal. Seit dem Abstieg 2007 gehörte der TSV der Regionalliga an und konnte an die früheren Erfolge nicht mehr anknüpfen. „Man kann schon vom Ende einer Ära sprechen“, sagt Teammanager Wolfgang Schopf. Immerhin bleibt die Mannschaft fast komplett zusammen. Ziel ist trotzdem nicht der sofortige Wiederaufstieg: „Wir wollen oben mitspielen und langfristig wieder in die Regionalliga.“

Nichtsdestotrotz hat Manuel Mrosek mit Calden den „Top-Favorit“ auf die Meisterschaft bereits ausgemacht - und freut sich auf „tolle Derbys“. Denn die Erinnerung ist noch frisch, als die Viktoria höchstens mal mit der zweiten Mannschaft des traditionsreichen Nachbarn zu tun hatte.(ohm) Foto: nh

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