TSG Kammerbachs Fußballerinnen kassieren beim SV Kathus fünf Treffer in den letzten 20 Minuten

Nach 2:0-Führung noch ein 2:6-Debakel

Noch abgestürzt: Über eine gegnerische Verteidigerin fällt Katharina Axt von der TSG Kammerbach, die in Kathus die zwischenzeitliche 2:0-Führung erzielte. Archivfoto: per

Kathus. Nach dem Abpfiff des Verbandsliga-Auswärtsspiels seiner Mannschaft beim SV Kathus verstand TSG Kammerbachs Coach Karl-Martin Weinzierl die (Fußball-) Welt nicht mehr. Acht Minuten nach dem Wiederanpfiff hatten die Gäste das 2:0 erzielt, führten 20 Minuten vor Schluss immer noch mit 2:1 und wurden dann vom Gegner bei dessen 6:2 (0:1)-Kantersieg glatt an die Wand gespielt.

„Wer dieses Spiel nicht gesehen hat, der kann es einfach nicht verstehen“, stellte Weinzierl fest. Seine Elf hatte nach einer vielversprechenden ersten Hälfte Mitte des zweiten Durchgangs einen Zähler schon vor Augen, ehe sich die Ereignisse in der Schlussphase regelrecht überschlugen. Gleich dreimal war der alles auf eine Karte setzende Rivale mit Sonntagsschüssen erfolgreich, profitierte außerdem von Schnitzern in dem sich immer mehr auflösenden TSG-Abwehrverband und machte mit seiner Torjägerin Katharina Roth am Ende alles klar.

„Mit dieser Stürmerin in unseren Reihen hätten wir gewonnen“, war sich Kammerbachs Trainer am Ende sicher, nachdem Roth mit ihren Saisontreffern zehn, elf und zwölf praktisch im Alleingang alles klar gemacht hatte.

Die ersten 45 Minuten gingen aber an die Kammerbacherinnen. Die Gäste machten praktisch alles richtig und hielten den Gegner mit eigenen Angriffen auf Distanz, nur mit dem Toreschießen wollte es wieder nicht klappen. Für das 1:0 aus Kammerbacher Sicht sorgte eine Verteidigerin des Gegners, die eine scharfe Hereingabe von Lucia Langefeld über die eigene Torlinie drückte (20.). Und auch danach war die Weinzierl-Elf dem 2:0 näher als Kathus, doch Katharina Axt, Lucia Langefeld und Wenke Eckert mit einem Freistoß verfehlten allesamt das Gehäuse.

Nur in den letzten Sekunden vor der Pause hatten die Gäste mächtig Glück, dass das Leder nur ans Aluminium des von Saskia Wollenhaupt gehüteten Tores klatschte. „Wir wussten, dass es nach dem Wechsel noch brenzlig für uns werden konnte“, erklärte Weinzierl später. Mit einer derartigen Endspurt des Mitaufsteigers hatte aber auch er nicht mehr gerechnet, nachdem Katharina Axt sogar das im TSG-Lager mächtig bejubelte 2:0 geschafft hatte (53.). Der Gegner steckte aber nicht auf und spielte sich am Ende in einen regelrechten Rausch.

TSG Kammerbach: Wollenhaupt - L. Friedrich, Schäfer (60. Remmler), Meyer, Hildebrand - Ecker (77. Sennhenn), S. Friederich (60. Dilling), Umbach, Schüler - K. Axt, L. Langefeld.

Tore: 0:1 Wolf (20./Eigentor), 0:2 Axt (53.), 1:2 Ostertag (55.), 2:2 George (71.), 3:2/4:2 beide Roth (73./78.), 5:2 Montag (87.), 6:2 Roth (89.). (eki)

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