Fußball-Gruppenliga: SuFF Raßdorf kann beim 5:1 nur bis zur Halbzeit mithalten

SCL nach der Pause besser

Hier gab es den ersten Elfmeterpfiff: Schiedsrichter Stöcker hatte einen Stoß gegen Lispenhausens dreifache Torschützin Sina Kressel (rotes Trikot mit der Nummer 18) geahndet. Selina Reichhardt setzte den Strafstoß dann aber über den Kasten. Foto: Walger

Lispenhausen. Dem 3:1- Heimerfolg über den ESV Hönebach ließen die Gruppenliga-Fußballerinnen des SC Lispenhausen am Ostersamstag gegen den zweiten Wildecker Ligakonkurrenten, SuFF Raßdorf, ein klares 5:1 (1:0) folgen.

„Die Niederlage geht vollkommen in Ordnung“, bilanzierte Raßdorfs Coach Wolfgang Adam nach dem Spiel selbstkritisch. Kapitänin Kerstin Müller sah das ähnlich. „Nur eine Halbzeit mitzuhalten, ist einfach zu wenig“, spielte sie auf den knappen 0:1-Pausenrückstand an.

Uwe Schögin, der Trainer der Gastgeberinnen, war dagegen mit der ersten Hälfte seiner Elf nicht zufrieden. Fußballerisch sei dies keine Offenbarung gewesen. Zu viele Bälle versprangen allerdings auch auf dem unebenen Platz.

Die Gäste suchten ihr Heil auf der kämpferischen Schiene. Das gelang recht gut. Ein erster Warnschuss nach nur drei Minuten von Sarah Winkelstein weckte den SCL auf. Er merkte, dass er seinen Gast besser nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Sina Kressel eröffnet Torreigen

Nach einer knappen Viertelstunde bot sich dem SCL die große Möglichkeit zur Führung. Doch Selina Reichhardt setzte die Kugel vom Elfmeterpunkt aus - Sina Kressel war gefoult worden - über den Kasten. Kressel war es dann, die per Kopf nach einem Eckball von Martina Mohr den 1:0-Pausenstand besorgte (20.).

Nach dem Kabinengang hatten sich die Gastgeberinnen vorgenommen, mehr Linie in ihr Spiel zu bekommen. Das schnelle 2:0 spielte ihnen dabei in die Karten (48.): Nach einem Pfostentreffer von Dorothea Klee stand Kressel goldrichtig und staubte ab.

Spätestens nach dem 3:0 durch Klee, die sich nach einer Eingabe von Reichhardt schön durchsetzte und überlegt einschob, war die Partie entschieden. Die Raßdorferinnen gaben sich trotzdem nicht auf. Bei Winkelsteins Schuss, der den SCL-Kasten nur knapp verfehlte, hatten sie ein wenig Pech.

Durch Kimberley Klein kamen sie aber doch noch zum Ehrentreffer (75.). Zuvor hatte Kressel allerdings mit einem fulminanten Schuss ins lange Eck bereits zum dritten Mal zugeschlagen und das 4:0 erzielt (63.).

Als der sichere Schiri Torsten Stöcker nach einem Handspiel zum zweiten Mal auf den Punkt zeigte, trat diesmal Klee an und setzte mit dem 5:1 (83.) den Schlusspunkt unter ein Derby, das den Glanz vergangener Aufeinandertreffen in jeglicher Hinsicht vermissen ließ.

„Erst im zweiten Abschnitt haben wir ruhiger und überlegter gespielt und letztendlich verdient gewonnen“, sagte SCL-Coach Schögin. Sein Pendant Adam erklärte: „Uns fehlt einfach die Qualität. Man sieht deutlich, dass einige Spielerinnen aus dem zweiten Glied in die erste Reihe aufgerückt sind. Da fehlt noch einiges.“

SC Lispenhausen: Werner - Rode, Dick, Franz, Mohr, Herdt (46. Schögin), Klee, Schumacher, Reichhardt, Kressel, Schumann.

SuFF Raßdorf: Heinzerling - Schmidt (72. Apelt), Westermann, Müller, Ann Kathrin Schäfer (68. Klauer), Winkelstein, Schunk, Klein, Strube, Sabine Schäfer (46. Höpfner), Schuchardt.

SR: Torsten Stöcker (Rotenburg)

Zuschauer: 90

Tore: 1:0, 2:0 Kressel (20., 48.), 3:0 Klee (57.), 4:0 Kressel (63.), 4:1 Klein (75.), 5:1 Klee (83., HE).

Von Thomas Becker

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