Neuer Schwung bei SuFF Raßdorf mündet in Aufstieg

Wir sind wieder da! Die Fußballerinnen von SuFF Raßdorf hatten offenbar keien große Lust, in der Kreisoberliga zu bleiben. Zwöf Monate nach dem freiwilligen Rückzug sind sie als Meister in die Gruppenliga zurückgekehrt. Foto: nh

Raßdorf. Nur ein Jahr nach dem freiwilligen Abschied aus der Fußball-Gruppenliga kehren die Frauen aus dem Wildecker Ortsteil als Meister wieder zurück.

Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um danach wieder nach vorne zu kommen. Die Fußballerinnen von SuFF Raßdorf probieren das gerade aus. Vor einem Jahr hat der Verein mangels Perspektive beschlossen, das erste Frauenteam aus der Gruppenliga zurückzuziehen und eine Klasse tiefer, in der Kreisoberliga, spielen zu lassen.

Erfolgreich und gefestigt

Nun, zwölf Monate später, kehren die Raßdorferinnen auf Anhieb als Meister in die Gruppenliga zurück. Gefestigt, erfolgreich und mit einem breiten Unterbau ausgestattet.

Vor der Saison hatte mit Michael Tann wieder der Mann als Trainer das Kommando übernommen, der die Raßdorfer Frauen in den Jahren zuvor auf der Frauenfußball-Landkarte der Region etabliert hatte. Und er knüpfte sofort an die früheren Erfolge an. Mit 57 von 60 möglichen Punkten führte er seine Elf souverän zum Titel. Eine Niederlage in Kirchheim, ansonsten nur Siege - diese Bilanz kann sich sehen lassen.

Dafür verantwortlich waren Spielerinnen und Coach aber nicht alleine. Hinter ihnen stand mit Co-Trainer Egon Bachmann, Physio Georg Michler und Torwarttrainer Uwe Schäfer noch ein wichtiges Trio. Sie alle schafften es, sehr schnell eine geschlossene Einheit zu bilden und der Frauenfußball-Abteilung der Sport- und Freizeitfreunde (SuFF) zu neuem Schwung zu verhelfen.

Neuer Partner im Boot

Bezahlt gemacht hat sich auch die Zusammenarbeit mit dem TSV Bosserode. Die Spielerinnen finden nun ein Umfeld vor, in dem sie sich ganz auf ihre sportlichen Aufgaben konzentrieren können. Das wird in Zukunft auch nach außen deutlich werden: Der Aufsteiger wird dann FSG Raßdorf/Bosserode heißen, seine Heimpsielstätte wird der Sportplatz des TSV Bosserode sein - an dessen Rand gerade ein neues Sporthaus entsteht.

29 Spielerinnen haben in der Meister-Saison das SuFF-Trikot getragen - was Trainer Michael Tann als Stärke des Vereins wertet: „Durch die zweite Vertretung konnten wir immer wieder Ausfälle bei der Stammformation nahezu gleichwertig ersetzen.“

Nicht gleichwertig zu ersetzen ist - oder besser: war - Lara Heinzerling, die dem Spiel ihrer Elf in den vergangenen Jahren ihren Stempel aufgedrückt hat. Sie hat ihre lange Leidenszeit nach einem Kreuzbandriss beendet. Die Hinrunde hatte sie noch komplett verpasst, in den letzten neun Saisonspielen aber stand sie wieder auf dem Platz - und brachte es auf zwölf Treffer.

Das Runde ins Eckige befördern können aber auch einige ihrer Kolleginnen. So sind Kapitänin Ann-Kathrin Schäfer mit neun, Sturmspitze Sophie Schuchardt mit acht und Lea Westermann mit sieben Treffern weit oben in der Torjägerliste platziert.

Die große Stärke der Raßdorfer Frauenfußballerinnen in den vegangenen Monaten war allerdings die stabile Defensive. Kerstin Müller, Kimberly Langlotz, Natalie Schmidt, Lisa Ott und Jessica Schäfer machten hinten dicht. Nur 13 Gegentore kassierte der Meister und stellte so die beste Abwehrreihe der Liga. Besonders erwähnenswert ist dabei die Leistung der jungen Jessica Schäfer, die gleich in ihrer ersten Punkterunde bei den Frauen zur Stammkraft wurde. (twa)

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