TSG Kammerbachs Fußballerinnen beherrschen KSV Hessen, erreichen aber nur 1:1

Sieg leichtfertig vergeben

Mittendurch: KSV Hessen Kassels Torhüterin Loreta Beqa und Verteidigerin Alina Weiß versuchen TSG Kammerbachs Angreiferin Lucia Langefeld (Mitte) zu stoppen. Foto: per

Kammerbach. Einen schon sicher geglaubten Sieg leichtfertig aus der Hand gaben die Verbandsliga-Fußballerinnen der TSG Kammerbach beim 1:1 (1:0)-Unentschieden gegen den KSV Hessen Kassel.

TSG-Trainer Karl-Martin Weinzierl schäumte nach dem Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters Marc-Philipp Auerswald (Sontra) vor Wut. „Das ist unglaublich, wie man in den letzten zehn Minuten so auseinander brechen und so unkonzentriert spielen kann“, ging er mit seiner jungen Mannschaft hart ins Gericht. „Dieser Punktgewinn fühlt sich für mich genau wie eine Niederlage an.“

Und das konnte man nachempfinden. 80 Minuten lang hatten die Kammerbacherinnen das Geschehen im heimischen Seehof-Stadion beherrscht und waren gegen die insgesamt enttäuschend auftretenden KSV-Löwinnen das bessere und vor allem agilere Team. Mit einer fehlerfreien Helen Dückerhoff zwischen den Pfosten, die allerdings auch nie ernsthaft geprüft wurde, und einer sicher stehenden Defensivabteilung ließen die Gastgeberinnen hinten nichts zu und setzten den Gegner vorn mächtig unter Druck. Das Problem: Der finale Pass wollte an diesem Tag einfach nicht seine Adressatin finden. Und war eine Kammerbacherin dann doch einmal in aussichtsreicher Position, scheiterte sie zumeist kläglich.

Dennoch wäre die Partie zur Pause fast schon entschieden gewesen. Nachdem Stürmerin Katharina Axt einmal die Nerven behalten und den Aufsteiger mit einem sehenswerten Heber über die hinausstürmende KSV-Schlussfrau Beqa hinweg verdient in Führung gebracht hatte (42.), bekam die TSG nur eine Minute später auch noch einen berechtigten Handelfmeter zugesprochen. Innenverteidigerin Luisa Friedrich patzte jedoch und schoss das Leder am Tor vorbei.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Die Weinzierl-Elf drückte und die Gäste fanden kaum einmal den Weg vor das gegnerische Tor. Als der KSV dann eine Viertelstunde vor Schluss seine Angriffbemühungen verstärkte, boten sich den Kammerbacherinnen noch mehr Räume und auch Gelegenheiten, den Sack zuzumachen.

Lucia Langefeld (76.) und Katharina Axt (78.) versagten jedoch allein aufs Tor zugehend erneut die Nerven. Und als Krönung ließ dann die ansonsten so standfeste Innenverteidigung auch noch zu, dass Josefine Diehl nach einer vermeidbaren Hereingabe von der rechten Seite frei stehend zum Schuss kam und das Leder unhaltbar für Dückerhoff zum 1:1 einnetzte.

TSG Kammerbach: Dückerhoff – Friederich, Meyer (73. Sennhenn), Friedrich, Hildebrand – Umbach (65. Dilling), Richter, Eckert, Schüler – Axt, Langefeld.

Tore: 1:0 Axt (42.), 1:1 Diehl (88.). (per)

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