Fußball-Gruppenliga: Lispenhäuser Frauen zeigen die reifere Spielanlage

SCL siegt in Hönebach

Diesmal klappte es nicht mit dem Fuß, sondern mit dem Kopf: Martina Mohr (SCL), die hier einen Freistoß auf das Tor von Hönebachs Keeperin Elisa Gebauer zirkelt, gelang nach einer Ecke das zwischenzeitliche 0:2. Foto: Bernd Noll/nh: 

Hönebach. Die Gruppenliga-Fußballerinnen des SC Lispenhausen gewannen auch ihr zweites Altkreisdderby dieser Saison und bleiben damit weiterhin ungeschlagen. Nach dem Sieg bei SuFF Raßdorf setzten sie sich nun beim ESV Hönebach nach einer von beiden Seiten eher schwachen ersten Hälfte am Ende mit 2:1 (1:0) durch. Der Lohn: Tabellenplatz drei.

Die Gäste, die in den ersten 45 Minuten leichte Feldvorteile zu verzeichnen hatten, gingen kurz vor der Pause durch einen abgefälschten Schuss von Selina Reichhardt in Führung. Im zweiten Abschnitt nahm die Partie dann etwas mehr Fahrt auf.

„Die erste Hälfte war nichts. Erst nach dem Wechsel haben wir das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, resümierte SCL-Coach Uwe Schögin. In der Tat wirkte sein Team dann frischer. Es investierte mehr, spielte schnell nach vorne und kam so zu guten Gelegenheiten. Ilona Herdt scheiterte zunächst nach einem Eckball per Direktabnahme (48.). Dann aber schlug Martina Mohr zu. Nach einer Reichhardt-Ecke - ihre Standards sorgten stets für Unruhe in der ESV-Abwehr - sprang Mohr am höchsten und traf per Kopf ins lange Eck.

Auf Angriff gesetzt

Der ESV Hönebach, der nun umstellte und mit der Einwechslung von Manuela Rudolph seine Offensive belebte, steckte nicht auf und bemühte sich um den Anschlusstreffer. Dieser ließ auch nicht allzu lange auf sich warten. Allerdings brauchen die Wildeckerinnen dazu die Unterstützung der Gäste. Nach einer Hereingabe von Rudolph konnte Manuela Schubert nicht klären. Pia Hörschelmann war zur Stelle und drosch die Kugel zum 1:2 in die Maschen.

In der Folge hielten die Hönebacherinnen allerdings zu großen Abstand zu ihren Gegenspielerinnen und ließen sich in die Defensive drängen. Die Gelegenheiten, Konter zu setzen, waren rar gesät.

Die beste Möglichkeit zum Ausgleich bot sich Dana Sandrock, die auf Vorarbeit von Carina Dach direkt abzog. Der Ball flog aber am Kasten vorbei (79.). Auf der Gegenseite hätte Dorthea Klee alles klarmachen können, doch schloss sie völlig freistehend vor Keeperin Elisa Gebauer zu überhastet ab (86.).

„Uns hat der Biss gefehlt. Der Versuch, mit zwei Angreiferinnen nach dem Wechsel hat nur bedingt gefruchtet, obwohl ich ein Remis durchaus für gerecht gehalten hätte“, sagte der etwas ernüchterte ESV-Trainer Markus Münster. Für seine Kickerinnen war es bereits die dritte Niederlage mit nur einem Tor Differenz.

Am Ende hatte aber das von der Spielanlage her reifere Team gewonnen. Die Gäste zeigten mehr Zug zum Tor und nahmen so nicht unverdient alle drei Punkte mit nach Hause. (bt)

ESV Hönebach: Gebauer - Sandrock, George, Noll, Dach, Ellenberger, Heß, Gasa (46. Rudolph), Dreer, Hörschelmann, Bode.

SC Lispenhausen: Werner - Rode, Schubert, Mohr, Herdt, Dorothea Klee, Schumann, Frölich (82. Rimbach), Beyer (67. Franz), Schumacher, Reichhardt.

Tore: 0:1 Reichhardt (42.), 0:2 Mohr (57.), 1:2 Hörschelmann (69.).

SR: Sören Wollrath (TSV Meckbach); Zuschauer: 80

Von Thomas Becker

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