Viktoria Großenenglis baut auf Achse und ganz viele eigene Talente

Mit Spaß, Tempo, aber ohne Druck

Gemeinsam beim TuS Großenenglis in Verbands- und Gruppenliga am Ball: (oben von links) Trainer Manuel Mrosek, Sophie Trost, Lisa Maria Kaiser, Isa Dorweiler, Trainer Marcel Klug und (unten von links) Sabrina Voigt, Isabel Zimmer, Rebecca Bohl sowie Janina Heinemann. Foto: Hahn

Großenenglis. Alles kann, nichts muss - das ist das Motto bei Viktoria Großenenglis. „Die Mädels sind unheimlich lernbereit. Wir wollen weiter ohne Druck wachsen, einfach Spaß haben und schauen nur von Spiel zu Spiel“, sagt Manuel Mrosek. Trotz des zweiten Platzes in der Saison 2012/2013 und dem dritten Rang im Vorjahr ist der Aufstieg also nicht zwingend das Ziel.

Das liegt daran, dass bei der Viktoria Nachhaltigkeit oberste Priorität hat. Die vielen eigenen Talente sollen weiter in der Reserve in der Gruppenliga und der B-Mädchen-Hessenliga reifen. Zwei davon stehen nun vor dem Durchbruch: Torjägerin Sophia Trost und Lisa Maria Kaiser. Zudem hat sich die schussstarke Isabell Zimmer (kam von Kreisoberligist Seigertshausen) in der Vorbereitung aufgedrängt. Abgänge hat das Verbandsliga-Team nicht zu verkraften. Lediglich Thalea Reitz und Diana Festor sind nur noch sporadisch an Bord, weil sie ein Studium aufgenommen haben.

„Insgesamt sind wir aus personeller Sicht im Vorteil, weil wir letztes Jahr fünf Abiturientinnen hatten, die uns in einigen Spielen gefehlt haben“, erklärt Mrosek, der im Trainerteam neben Marcel Klug und Torwart-Trainer Norbert Klein auf Jan Bujakowski (kam aus Seigertshausen) baut.

Auf dem Platz bilden die oberligaerfahrene Torfrau Nadine Mündel, Jennifer Käßner, Kapitänin Selina Adler, die zweitligaerprobte Justine Rosek (früher Jahn Calden) und Stürmerin Johanna Pospich die Achse. Das Quintett also, das dem Rest im Aufgebot an Routine voraus ist. Denn alle anderen Spielerinnen sind 22 oder (deutlich) jünger.

Zwei davon haben dabei Qualitäten, die in der Klasse ihresgleichen suchen. Denn Anna Lena Wagner, der als B-Mädchen vergangene Runde elf Treffer gelangen, und Julia Vaupel, die vor einem Jahr von Regionalligist Calden gekommen war, zählen mit ihrer Schnelligkeit zu den überragenden Außen. So stark, dass selbst Hessenligist SV Anraff im jüngsten Regionalpokal-Halbfinale im Stadion an der Lehmkaute hoffnungslos unterlegen mit 6:1 deklassiert wurde. Ganz zur Freude von Mrosek. „Wir haben sicher die Qualität ebenso wie die SG Kathus/Hohe Luft oben mitzuspielen. Allerdings nur als Team, niemand ist bei uns mehr wert als der Andere“, unterstreicht der Coach.

Individuelle Fehler in den Topspielen waren es zuletzt, die den ganz großen Wurf verhinderten. Denn mit 59 Toren stellte die Viktoria in der abgelaufenen Runde den besten Angriff der Liga, hatte mit 22 Gegentreffern auch die sicherste Abwehr. Das gilt es nun zu bestätigen. Vielleicht sogar mehr, weil das Team mehr denn je keinen Druck verspüren muss, sondern einfach nur Spaß haben und verbreiten soll.

Von Sebastian Schmidt

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