Fußballerinnen nach der 2:3-Heimniederlage aus der Verbandsliga abgestiegen

Tränen in Kammerbach

Großer Einsatz: An ihrer Gegenspielerin vom DFC Allendorf/Eder vorbeizukommen versucht Alisia Schäfer im hellen Trikot der TSG Kammerbach. Foto: per

Kammerbach. Lange Gesichter und die eine oder andere bittere Träne gab es am späten Samstagnachmittag auf dem Sportplatz in Kammerbach zu sehen. Durch eine knappe 2:3 (0:2)-Niederlage gegen den DFC Allendorf/Eder verspielten die Verbandsliga-Fußballerinnen der TSG Kammerbach im letzten Saisonspiel ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt. Als Tabellen-Neunter mit lediglich einem Punkt Rückstand auf die Nicht-Abstiegszone muss das Team von Trainer Karl-Martin Weinzierl somit nur ein Jahr nach dem Aufstieg wieder den Gang in die Gruppenliga antreten.

An mangelnder Unterstützung der Fans lag es nicht, dass es für die Kammerbacherinnen nicht so laufen wollte wie eine Woche zuvor beim tollen 3:2-Erfolg in Klein-Linden. Lautstark mit Trommeln und Megaphon von den beiden Männermannschaften der TSG und weiteren 100 Anhängern angefeuert, wirkten die Gastgeberinnen nervös und ängstlich. Der Druck, unbedingt gewinnen zu müssen, schien für die meisten Spielerinnen einfach zu groß zu sein.

Die Allendorferinnen dagegen, für die es noch um Platz drei in der Abschlusstabelle ging, machten einen deutlich abgeklärteren Eindruck und ließen vor dem eigenen Tor mit ihrer sicheren Defensive um Abwehrchefin Saskia Mann überhaupt nichts anbrennen. Im Angriff dagegen nutzte Jasmin Seibel gleich die erste Chance, als sie nach einer Hereingabe von der linken Seite das Leder unhaltbar für TSG-Schlussfrau Helen Dückerhoff ins lange Eck verlängerte (17.). Einen kapitalen Bock von Routinier Wenke Eckert, der ein Rückpass auf Dückerhoff viel zu kurz geriet, nutzte dann Alisa Brand eiskalt zum 2:0 aus. Ein Schock, von dem sich die Weinzierl-Elf lange nicht erholen sollte.

Nach dem Wiederanpfiff durften sich die Gastgeberinnen zweimal bei ihrer Schlussfrau bedanken, die sowohl in der 53. als auch in der 67. Minute mit Glanztaten Schlimmeres verhinderte. Erst als Julia Eigenbrodt nach einem weiteren Abwehrfehler das 3:0 markierte und die Aufgabe für die TSG somit quasi unlösbar wurde, ging ein spürbarer Ruck durch das Team. Erst staubte die auch an diesem Tag wieder beste Kammerbacherin Laureen Deckenbach zum 1:3 ab (78.), dann gelang der bis dahin glücklos agierenden Katharina Axt in der Nachspielzeit sogar noch per Kopf der Anschlusstreffer. Am Ende aber kam dieses Aufbäumen zu spät, um dem Schicksal noch eine Wendung zu geben.

„Natürlich bin ich sehr enttäuscht“, sagte Karl-Martin Weinzierl, der zumindest an der kämpferischen Einstellung seiner Mädels nichts auszusetzen hatte. „Aber abgestiegen sind wir nicht erst heute, sondern schon viel früher in der Saison.“

TSG Kammerbach: Dückerhoff – Schäfer (60. Schüler), Gerbig, Friedrich, Hildebrand – Friederich, Eckert (85. Remmler), Deckenbach, Meyer – Axt, Langefeld.

Tore: 0:1 Seibel (17.), 0:2 Brand (35.), 0:3 Eigenbrodt (76.), 1:3 Deckenbach (78.), 2:3 Axt (90+1). (per)

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