Hessenliga:Zierenberg kassiert gegen Opel Rüsselshein eine deutliche Heimniederlage

TSV-Frauen gehen mit 0:8 unter

Eingeknickt: Die Zierenbergerin Janica Schmidt (links) wird auf dem Weg zum Tor von der Rüsselsheimerin Heidrun Sigurdardottir gestoppt. Foto: Michl

Zierenberg. Beim Frauenfußball-Hessenligisten TSV Zierenberg muss man nach der Winterpause weiter auf das erste Erfolgserlebnis warten. Nach der vorwöchigen 0:4-Niederlage in Gläserzell erwischte es die Warmetalerinnen von Trainer Wolfgang Zientek trotz Vorteil des heimischen Rasens noch schlimmer. Gegen den Tabellenzweiten und Titelaspiranten SC Opel Rüsselsheim kamen sie mit sage und schreibe 0:8 (0:3) unter die Räder.

Auch wenn das Ergebnis vermeintlich eine deutliche Sprache spricht, so spiegelt es jedoch den tatsächlichen Spielverlauf nicht wider. Zwar setzten die Spielerinnen aus der südhessischen Autostadt von Trainerin Laura Ramona Henzel vom Anstoß weg gegen eine personell stark gebeutelte Gastgeber-Elf die Akzente, doch bei ihren Toren stand ihnen auch Glücksgöttin Fortuna etwas zur Seite. Das 0:1 durch einen 25-Meter-Schuss von Jessica Bartsch (19.) wurde von einer Zierenbergerin unerreichbar für Torwartin Sabrina Bürgel abgefälscht. Das 0:2 resultierte aus einem Strafstoß, den Sina Borowski (33.) sicher verwandelte. Während hier Schiedsrichter Sebastian Bärenfänger aus Korbach sofort auf den Punkt zeigte, blieb bei einem klaren Foul an Sarah Landinghoff-Schmidt seine Pfeife stumm. Beim 0:3 bestrafte Karina Witt (37.) eine zu kurze Kopfballabwehr von Sarah Davies. Glück hatte aber auch der TSV, denn Ginalolita Buglisi (1., 33.) traf zwei Mal nur die Metallstange. Bei der einzigen nennenswerten TSV-Chance im ersten Durchgang verzweifelte Gianna Zachan an Opel-Keeperin Romina Kunze.

Anscheinend muss es in der Pause in der TSV-Kabine eine Ansage gegeben haben. Denn nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Zierenberg aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Nun zeigte die Zientek-Elf mehr Biss, ließ den Gästen nicht mehr so viel Freiräume und hätte innerhalb von wenigen Minuten durch Gianna Zachan durchaus das Blatt noch wenden können. Zwei Mal fand die Zierenberger Offensivspitze in Torwartin Kunze ihren Meister, einmal setzte sie das runde Spielgerät neben den Pfosten ans Außennetz.

Wie man abgezockt zum Erfolg kommt, bekamen die Warmetalerinnen zuvor nach einem schulmäßigen Konter von Ginalolita Buglisi (54.) zum 0:4 gezeigt.

Dann haderten die Gastgeberinnen mit dem Unparteiischen, der die Opel-Treffer von Buglisi (58.) und Jessica Bartsch (77.) trotz jeweiliger klarster Abseitsposition anerkannte. Zierenberg steckte jedoch nicht auf. Doch trotzdem lief einfach nichts zusammen. Bei zwei Abwehrversuchen kam der Ball zur freistehenden Buglisi (84., 86.), die diese Geschenke natürlich verwertete und damit letztlich den deutlichen 0:8-Endstand erzielte.

Von Reinhard Michl

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