Hessenliga: Wanners weite Freistöße ebnen Weg zum 5:0 gegen Neu-Isenburg

Viktoria grüßt von der Spitze

Starker Auftritt: Luise Hertel gewinnt hier das Kopfballduell für Großenenglis gegen Sabrina Frank. Im Hintergrund beobachtet Mareike Wanner die Szene. Foto: Kasiewicz

Großenenglis. 0:2 und 0:8 – viel Motivation hatten die Fußballerinnen des TuS Viktoria Großenenglis aus den Niederlagen der Vorsaison gegen die TSG Neu-Isenburg gezogen. Und auch die richtigen Schlüsse. Denn jetzt gewann das Team von Trainer Manuel Mrosek 5:0 (2:0) gegen die TSG und grüßt erstmals von der Tabellenspitze in der Hessenliga.

„Das ist eine schöne Momentaufnahme und eine Ansage an die Konkurrenz. In erster Linie sind es aber sechs Punkte gegen den Abstieg“, sagte Mrosek nach dem zweiten Saisonsieg. Derlei Demut war beim Gegner im Vorfeld der Partie nicht gegeben. Via Facebook hatte Mrosek (zu) forsche Töne aus der Hugenottenstadt vernommen.

Auf dem Platz war hingegen nichts davon zu sehen, dass der letztjährige Dritte nun eine noch bessere Position in der Tabelle anstrebt. „Wir waren aggressiv und haben die Räume gut zugestellt“, wusste Luise Hertel einen Schlüssel zum Erfolg zu nennen. Im Verbund mit Ballmagnet Carina Jäger, der abgezockten Nadine Raue und der trickreichen Jana Schwaab machte die Ex-Obermelsungerin das Zentrum dicht. Der Sprung von der Gruppenliga ist Hertel spielerisch gelungen.

Keinen Stich bekam Sabrina Frank. Die Torjägerin der Gäste hatte beim 8:0 in der Vorserie noch fünfmal getroffen. Jetzt ging sie ebenso wie Katharina Droszcz unter. Bei der Kapitänin sorgte der Frust für einen kurzen Auftritt. Nach 39 Minuten trat Droszcz gegen Schwaab nach und sah vom starken Schiedsrichter Dominik Gerst die Rote Karte.

Da lag Großenenglis bereits mit 1:0 in Führung. Nicht jedoch nach einer der vielen starken Konterszenen über die pfeilschnellen Julia Faupel und Anna Lena Wagner. Nein, ein ruhender Ball musste dafür herhalten. „Untypisch“ für den TuS wie Luise Hertel weiß. Aber gern genommen von Kapitänin Faupel, die nach einem Freistoß von Mareike Wanner von der Mittellinie zur Stelle war (34.).

Eine Minute vor der Pause war Wanners langer Ball erneut der Türöffner ins Glück. Diesmal traf Sophie Trost. Der Rest war Formsache für überragende Gastgeberinnen. Abwehrchefin Wanner, Lea Unzicker und die 16-Jährige Nikola Körbel in ihrem zweiten Hessenliga-Spiel ließen nichts anbrennen. Im Angriff war dann Jana Schwaab zu clever für die Gäste und nutzte ein Missverständnis zwischen Rania Müller und Astrid Küster aus (57.). Zu guter Letzt stachen die Joker Johanna Pospich (85.) und Luisa Winter (86.). • Viktoria: Kaiser - Unzicker, Wanner, Körbel - Wagner, Hertel, Schwaab (58. Dietrich), Raue (62. Pospich), Jäger, Faupel - Trost (70. Winter).

Von Sebastian Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.