Großalmerodes Fußballerinnen trotzen Dynamo Windrad und machen FC Adelebsen zum Turniersieger

FC als Zünglein an der Waage

Großalmerode. Spannender hätte ein Turnierverlauf einer Frauenveranstaltung kaum sein können. Erst im abschließenden Spiel zwischen dem FC Lindenberg Adelebsen aus Niedersachsen und Dynamo Windrad aus Kassel fiel beim Fußball-Hallenturnier des FC Großalmerode die Entscheidung über den Gesamtsieg.

Kreisligist Adelebsen reichte ein 0:0-Unentschieden, um den punktgleichen Gegner aufgrund der besseren Tordifferenz auf Rang zwei zu verweisen und durfte dann den von Landrat Stefan Reuß überreichten Wanderpokal in Empfang nehmen. Den Gesamtsieg hatten die Gäste aber auch Ausrichter FC Großalmerode zu verdanken, der Dynamo Windrad gleich zu Beginn ein 1:1 abgetrotzt hatte.

„Wir haben die Gäste aus Niedersachsen zum Turniersieger gemacht“, sagte ein schmunzelnder Organisator Andreas Stenzel, obwohl seine Mannschaft mit der Vergabe der ersten Plätze nichts zu tun hatte. „Gerade in technischer Hinsicht sind wir noch nicht so weit. Die Gegner lassen den Ball viel schneller durch die Reihen laufen und sind dadurch torgefährlicher“, meinte FC-Trainer Norbert Stenzel. Dem Remis gegen Kassel ließen die Tonstädterinnen zwar ein weiteres 1:1 gegen den SV Mariendorf folgen, gingen dann aber leer aus und kassierten noch vier Niederlagen und insgesamt 19 Tore.

Und auch der frischgebackene Kreismeister TSG Fürstenhagen kam in Großalmerode viel zu spät in Schwung, um am Ende noch ernsthaft angreifen zu können. „Wir haben erst spät eine bessere Zuordnung auf unsere Gegner gefunden, waren da aber nach den Niederlagen gegen Adelebsen und Dynamo Windrad schon aus dem Rennen“, sagte Trainer Alexander Schramm.

Dem Gruppenligisten um Doreen Siebert und Franziska Berg nutzten am Ende auch die meisten geschossenen Tore in diesem Turnier nichts, denn die beiden Top-Teams bei dieser Veranstaltung blieben ohne Niederlage und der TSG musste sich mit Rang drei begnügen.

„Bei vielen Mannschaften war kein großer Unterschied in spielerischer oder technischer Hinsicht erkennbar, das hat das Turnier bis zuletzt offen gehalten“, stellte Andreas Stenzel zufrieden fest. Zudem bejubelten Spielerinnen und Fans insgesamt 74 Treffer in 21 Spielen. Allerdings werden die Zuschauer in Großalmerode wohl kaum noch so viele Tore bei weiteren Frauenturnieren sehen. Im kommenden Winter soll nach den Vorgaben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) nach Futsal-Regeln auf kleinere Gehäuse gespielt werden. „Mannschaften mit technisch versierten Spielerinnen haben dann deutlich größere Vorteile“, weiß Coach Norbert Stenzel. (eki)

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