Pokalfinale der Frauen in Anraff

Landau/Wolfhagen weist Favoritenrolle gegen Flechtdorf nicht ab

Fußballerinnen laufen hinter Ball her
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Torjägerinnen unter sich: Sarah Schütz (Landau/Wolfhagen) einteilt der Flechtdorferin Henriette Fieseler. Das Foto entstand vor drei Jahren in der Gruppenliga.

SG Landau/Wolfhagen gegen TSV Flechtdorf: Dieses Endspiel, wie an diesem Samstag (15 Uhr) in Anraff, gab es in der Geschichte des Waldecker Pokals der Fußballfrauen seit 1985 noch nie.

Anraff - Die Diemelseerinnen erreichten bisher dreimal das Finale, gewannen zweimal – und sind außerdem so etwas wie der Titelverteidiger: Der Gruppenligist entschied den letzten finalen Kick 2019 in Dorfitter mit 1:0 gegen den VfR Volkmarsen für sich.

Die SG hat da mehr vorzuweisen. Mit neun Erfolgen (einschließlich derer des TSV Landau) ist sie Waldecks Pokal-Primus. Zwischen 2010 und 2018 stand sei neunmal hintereinander im Endspiel. 2019 scheiterte sie im Halbfinale - an Flechtdorf, das mit 3:1 gewann.

TSV-Trainer Michael Kahl sieht sein Team dennoch als Außenseiter gegen die klassenhöhere SG. Er verweist auf die „vielen Umbaumaßnahmen“ in der Mannschaft – sie hat erfahrene Spielerinnen durch Verletzung oder Studium verloren, junge dazubekommen.

Flechtdorf bezwang zuletzt im Pokal-Halbfinale der alten und in der ersten Runde der neuen Saison den VfR Volkmarsen mit 3:2 und 4:0. „Wir gehen da ganz locker ran und wollen ein gutes Spiel zeigen“, sagt Kahl. Das Ergebnis interessiere ihn nicht: „Wenn wir alles gegeben haben, nehmen wir das mit, was dabei rauskommt, und werden stolz auf unser Team sein – egal ob Sieg oder Niederlage.“

Schröder: Für abgesagtes Endspiel der Vorsaison entschädigen

Das kann man als Kampfansage verstehen, und die SG bereitet sich auf „einen kampfstarken Gegner“ vor, „der alles versuchen wird, den Pokal ein zweites Mal zu gewinnen“, wie Abteilungsleiter Hartmut Schröder sagt. Das Team von Trainer Hagen Marquardt hat da seine Erfahrungen – auch im Kreispokal scheiterte es in der Vorsaison an Flechtdorf (1:2). Trotzdem nimmt die SG die Favoritenrolle an. Zwar wüssten beide Mannschaften nicht so recht, wo sie stünden, so Schröder – die Punktrunde startet erst in einer Woche.

Er verweist aber auf eine gute Vorbereitung und das klare 4:0 der SG zuletzt im Halbfinale gegen Anraff. „Deshalb gehen wir zuversichtlich in die Partie. Zwar gab es noch einiges zu verbessern. Doch sollten wir unser Kombinationsspiel zeigen können, sollten wir auch als Sieger vom Platz gehen.“

Landau/Wolfhagen hatte auch im Pokal der Saison 2019/20 das Finale erreicht. Es fiel bekanntlich Corona zum Opfer. Auch deshalb, so Schröder, „wollen wir dieses Jahr den Pokal mit nach Hause nehmen“. (mn)

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