Frauenfußball-Bezirksliga: Oberode überwintert im Niemandsland der Tabelle

VFV braucht Konstanz

Sascha Mielenhausen

Oberode. In der Frauenfußball-Bezirksliga überwintert der VfV Oberode als Tabellen-Siebter. Eine Platzierung, mit der weder die Spielerinnen noch die Verantwortlichen so ganz zufrieden sein dürften.

Als Sascha Mielenhausen vor dieser Saison das Traineramt von Kai Mentel übernahm und mit vier Neuzugängen in die Serie ging, waren seine Ambitionen einigermaßen groß. „Wenn man nur auf das Personal schaut, dann sollte es in dieser Saison durchaus möglich sein - wie auch in den letzten beiden Jahren - unter die ersten Fünf zu kommen“, sagte er seinerzeit. Als dann aber die Saisonvorbereitung aufgrund dürftiger Trainingsbeteiligung alles andere als optimal verlief, wurden die Ansprüche schnell zurückgeschraubt. Und die 1:2-Auftaktpleite in Breitenberg verstärkte die aufkommende Missstimmung.

Dann aber rissen sich die Spielerinnen plötzlich am Riemen und landeten mit dem 4:2 über Markoldendorf sowie den beiden 5:0-Erfolgen über den RSV Göttingen 05 und Sparta Göttingen II drei Siege in Folge. Plötzlich stand man an der Tabellenspitze und alles war gut. „Das 5:0 über Sparta war dabei sicher die beste Leistung, die wir in dieser Saison abgeliefert haben“, schwärmt Mielenhausen noch heute.

Doch die Freude sollte nicht lange währen. Mit dem 1:4 beim SV Bernshausen setzte es den ersten Nackenschlag für die Oberöderinnen. Es folgten ein bitteres 3:5 bei der SG Diemarden/Groß Schneen und ein blamables 0:2 zuhause gegen den ESV RW Göttingen II sowie der Absturz in Tabellen-Niemandsland.

„Es wäre blauäugig von mir gewesen, zu erwarten, dass vom ersten Tag an alles perfekt läuft“, sagt Mielenhausen. „Wenn man einen Trainerposten übernimmt, dann muss sich erstmal alles einspielen.“ Er habe zunächst viel ausprobieren müssen, um das Team überhaupt erst einmal kennen zu lernen. „Auch wenn ich mich über die drei Niederlagen am Ende der Hinserie ärgere, habe ich bislang doch viele positive Dinge gesehen“, sagt der Trainer. Vor allem die Tatsache, dass seine Spielerinnen viel von dem umgesetzt hätten, was er mit ihnen im Training erarbeitet hat, habe ihn gefreut. „Unser Problem ist, dass wir einfach zu leicht auszurechnen sind“, sagt Mielenhausen. Ziel für die Rückrunde müsse es sein, Spielmacherin Vanessa Drüke im Mittelfeld zu entlasten und das eigene Spiel so unberechenbarer zu machen.

Um die Mannschaft noch enger zusammenrücken zu lassen, wurden in der Winterpause eine Weihnachtsfeier und eine Mannschaftsfahrt nach Braunlage veranstaltet, an der nur die Spielerinnen teilgenommen haben. „Vielleicht trägt das ja dazu bei, dass ab jetzt wirklich alle an einem Strang ziehen und die Ende Januar beginnende Vorbereitungsphase erfolgreicher verläuft als die im Sommer“, sagt er. Welche Platzierung dann am Ende herausspringe, sei ihm ziemlich egal. „Ich wünsche mir nur, dass wir mehr Konstanz in unsere Leistung bringen.“ (per)

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