Nach der Frauenfußball-WM: Pauline Bremer ist Star beim Girls-Kick

Pauline Bremer ist einen Tag nach ihrer Rückkehr aus Kanada zurück auf dem Platz: Die Fußballnationalspielerin war der umlagerte Star beim Girls-Kick, dem größten Mädchen-Fußball-Schulturnier im Land.

So sitzt Pauline Bremer im Schatten und schreibt und schreibt und schreibt: Autogramme auf Trikots, Fotos, Poster und Fußballschuhe. „Für meine Freundin Charly, sie kann nicht hier sein, ist aber eine tolle Fußballerin“, sagt THG-Schülerin Elisa. Bremer schmunzelt, die Bitte erfüllt sie gerne, wie nach vielen Selfie-Fotos.

Auf den Plätzen des Uni-Sportinstitutes hat die heute 19-Jährige noch vor wenigen Jahren mit ihrem Team des Hainberg-Gymnasiums triumphiert. „Das war toll“, schwärmt sie. „Und hier es es auch heute super. Alle Kinder sind total nett und offen.“

Ins Schwärmen gerät Pauline auch, als sie über Kanada und die Weltmeisterschaft erzählt. „Es war ein unglaubliches Erlebnis, vor 50.000 Zuschauern zu spielen.“ Geduldig musste sie dort auf ihre wenigen Einsatzminuten warten. Natürlich sei sie leicht enttäuscht darüber. „Ich hätte gerne mehr gespielt. Aber ich bin glücklich, dass ich dabei sein konnte. Das war ja nicht selbstverständlich.“ Es sei für sie darum gegangen, Erfahrungen zu sammeln. Und die Eindrücke hat Bremer förmlich aufgesaugt: „Ich habe alles mitgenommen, was ging.“

Diese Erfahrungen sollen helfen, das ganz große Ziel zu erreichen: „Natürlich will ich einmal die Weltmeisterschaft gewinnen“, antwortete sie auf die Frage einer Schülerin. „Das ist nun mal der Traum einer jeden Nationalspielerin.“

Bislang lief die Karriere glatt von den Anfängen bei der SVG Göttingen bis zum fast problemlosen Einstieg beim Bundesligisten Turbine Potsdam. „Jetzt wechsele ich nach Frankreich, zu Olympique Lyon“, erzählt sie. Auch dort wird Geduld gefordert sein, wie die Göttingerin sagt: „Ich werde nicht so viele Einsatzzeiten wie in Potsdam bekommen“, ist ihre durchaus realistische Einschätzung, denn ihr neues Team ist gespickt mit Nationalspielerinnen, neben den Französinnen ist auch die Schwedin Lotta Schelin dabei.

Lyon ist eine Herausforderung, sagt die 19-jährige Offensivspielerin lächelnd. „Deshalb mache ich das auch. Es soll nicht immer leicht gehen. Ich möchte mich hineinarbeiten.“ Die Tugend, geduldig auf die Chance warten zu können, wird der talentierten Offensivspielerin dabei fraglos helfen. Klar ist: Bei einem möglichen Besuch des Girls Kick 2016 wäre Pauline dort wieder der Super-Star.

Girls Kick in Göttingen mit Nationalspielerin Pauline Bremer

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