Hessenpokal

FSG Gudensberg erwartet KSV Hessen Kassel zum Spiel des Jahres

Keine Angst vor großen Namen: Gudensbergs Noah Jäger (l.) räumt hier Brunslar/Wolfershausens Mario Kilian ab und würde sich nur allzu gerne auch im Hessenpokal gegen die Löwen beweisen.
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Keine Angst vor großen Namen: Gudensbergs Noah Jäger (l.) räumt hier Brunslar/Wolfershausens Mario Kilian ab und würde sich nur allzu gerne auch im Hessenpokal gegen die Löwen beweisen.

Das ist ein Höhepunkt für die Fußballer der FSG Gudensberg: Am Dienstag (19 Uhr, Weinbergstadion) tritt der KSV Hessen Kassel in der ersten Runde des Hessenpokal beim Verbandsliga-Neuling an.

Gudensberg – Es ist nicht weniger als das größte Spiel der Vereinsgeschichte. Der Lohn für gute Jugendarbeit, die auch dank der Treue der Talente in drei Aufstiege in nur vier Jahren mündete. Und in den ersten Gewinn des Fußball-Kreispokals, der der FSG Gudensberg in der ersten Runde des Hessenpokals den ersten Vergleich in einem Pflichtspiel mit dem KSV Hessen Kassel beschert.

„Wir wollen uns gegen das fußballerische Aushängeschild der Region von unserer besten Seite zeigen. Dadurch müssen wir aber mutiger und befreiter aufspielen als gegen Vellmar“, betont FSG-Coach Andre Fröhlich. Wohlwissend, dass zuletzt beim 0:3 gegen den OSC in der Verbandsliga Can Rommel, der seit seiner Rückkehr in Gudensberg regelrecht aufblüht, fast den Alleinunterhalter im Angriff gab.

Spiel ist mit 500 Zuschauern ausverkauft

Somit sind das Tempo und die Bissigkeit eines Tom Siebert, Ideen von Andrej Lang und auch das Angriffspressing von Carlos Rohmann, der nach auskurierten Rückenbeschwerden in die Startelf zurückkehrt, gefragt. Nicht mithelfen kann Wirbelwind Nico Döring, der allerdings wohl erst morgen das Resultat seiner Untersuchung am Knie erhält. Somit verpasst der Jungsspund ausgerechnet den Vergleich mit seinem Ausbildungsverein (2015 bis 2018). Dafür bietet sich Mittelfeldspieler Noah Jäger die große Gelegenheit, sich mit dem Verein zu messen, für den sein Vater Rainer in der Saison 1989/90 in der 2. Bundesliga spielte.

Aber: bei aller Freude – zumal ausverkauft vor 500 Zuschauern – kann Coach Fröhlich nicht verhehlen, „dass das Spiel nicht zum allerbesten Zeitpunkt kommt.“ Zwar werde sein Team „brennen“ und könnte für einen „Schub“ sorgen, doch sportlich wichtiger ist das Verbandsliga-Derby am Samstag in Körle.

Trainer Damm legt Fokus auf die Liga

Ebenso gewichtet Tobias Damm: „Der Fokus liegt bei uns klar auf der Liga. Wir werden rotieren, weil wir es müssen“, betont der Trainer des KSV Hessen Kassel, der mit den Löwen eine Mammut-Saison mit 42 Partien allein in der Regionalliga Südwest zu stemmen hat. Langeweile ist dem 36-Jährigen indes ohnehin fremd, seitdem er vor exakt einem Jahr in Kassel vom Co- zum Cheftrainer wurde.

Denn Damm arbeitet in Vollzeit 35 Stunden bei VW, ist pro Woche (mindestens) 20 Stunden für die Löwen da und muss dazu täglich von Homberg aus pendeln – und das als zweifacher Familienvater. Ein volles Programm, dass er nur allzugern auf sich nimmt. Und mit Blick auf sein Team betont: „Einige wissen noch gar nicht, wie gut sie sind. Wir wollen uns weiter verbessern.“ Eine bemerkenswerte Ansage, denn Damm hat von 18 Partien unter seiner Regie in der Liga nur eines verloren. Allerdings bremsten vier Unentschieden aus fünf Begegnungen zuletzt etwas den Schwung.

Was erklärt, warum die Löwen unbedingt in die zweite Runde wollen und eine neuerliche Blamage wie beim 1:4 vor einem Jahr in Weidenhausen (die Vorgänger Dietmar Hirsch zu verantworten hatte) vermeiden. „Wir wollen von Anfang an zeigen, dass wir zwei Klassen höher spielen“, sagt Damm und freut sich aufs Wiedersehen mit Gudensbergs spielendem Co-Trainer Christian Dobler-Eggers. Mit dem bestand er gemeinsam vor 13 Monaten die B-Lizenz. (Sebastian Schmidt)

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