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SC Willingen schenkt Sieg gegen Sand in nur fünf Minuten her

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Die Hürde Sand schien für die Willinger schon übersprungen zu sein, da kamen sie doch noch ins Straucheln. Hier springt Jan Albers über Ben Zornhagen (Sand).
Die Hürde Sand schien für die Willinger schon übersprungen zu sein, da kamen sie doch noch ins Straucheln. Hier springt Jan Albers über Ben Zornhagen (Sand). © Worobiow

Das war bitter für die Fußballer des SC Willingen. Sie führten im Verbandsligaspiel gegen den SSV Sand bis zur 88. Minute mit 3:1 und spielten nur 3:3.

Und Sebastian Müller machte in der 81. Minute mit dem 3:1 den Deckel.... Der Satz war schon halb in Stein gemeißelt, da erzielte der SSV Sand durch Cefa Cetinkaya im Verbandsligaspiel beim SC Willingen in der 88. Minute den Anschlusstreffer zum 2:3. Na und, das sollte trotzdem für einen Sieg der Willinger reichen. Die Sander Spieler freuten sich auch gar nicht über dieses Tor. Auch sie hatten dieses Spiel scheinbar schon als Niederlage abgehakt.

„Leute, jetzt einfach nur Fußball spielen“, rief SCW-Trainer Dardan Kodra zur Beruhigung seinen Spielern zu. Sie versuchten den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Noch einen Freistoss fast von der Außenlinie in Höhe des Willinger Sechzehners, dann haben die Upländer ihren dritten Saisonsieg eingefahren. Der Ball wird scharf auf den kurzen Pfosten geschossen. Alle 22 Spieler sind im Strafraum, es wird dort unübersichtlich, was dann aber zu sehen ist: der Ball liegt im Willinger Tor.

Sander Spieletrainer nicht erfreut über Remis

Die Sander Kicker sagen später, es sei ein Eigentor gewesen, für den Schiedsrichter war Laurin Unzicker der Torschütze, der einige Willinger Spieler zu Boden fallen ließ und die bestimmt schon freudigere Niederlagen erlebt haben als dieses Unentschieden. Die Männer von Dardan Kodra brauchten den Dreier unbedingt und der SSV Sand hat vieles dafür getan, dass das auch gelingt. Ihr Spielertrainer Tobias Oliev konnte sich nicht einmal über diesen unerwarteten Punkt freuen, denn „wir waren heute so schlecht“.

Sein Kollege Dardan Kodra wirkte nach dem Siegesverlust in letzter Sekunde ungläubig, wie jemand, der das eben Geschehene wieder ungeschehen machen möchte. Seine Spieler sitzen kurz nach dem Abpfiff still auf dem Rasen und starren Löcher in die Luft. „Wir kiegen in diesem Spiel drei Standardtore, das kann nicht sein“, erklärt Kodra. Die Willinger boten keine schlechte Leistung, sie haben viel Laufarbeit und Einsatzbereitschaft in diese Partie gesteckt, sie haben stets auf die Ordnung in ihrem Spiel geachtet und die Quote der individuellen Fehler relativ klein gehalten.

In der Offensive viele falsche Entscheidungen gegtroffen

Allerdings haben sie im Angriff mehrere falsche Entscheidungen getroffen, die möglicherweise die Sander Moral früher gerbrochen hätte. So verpasste Sebastian Müller Mitte der ersten Halbzeit zwei gute Kopfballchancen, aber Fynn Butterweck krönte seine gute Leistung mit einem „Tor des Monats“. Er zog in der 28. Minute aus rund 25 Metern ab und der Ball schlug im linken Torwinkel ein. Doch auch Sand erarbeitete sich nun Chancen, Jan-Philip Schmidt vergab eine und Tom Michell Samson (40.) nutzte die nächste aus dem Gewühl heraus zum Ausgleich.

Nach dem Wechsel schien es so als ob das Glück den Willingern heute ein Angebot machen wollte. Der Schuss von Butterweck wurde von dem Ex-Volkmarser Leon Winkelheide unhaltbar ins Tor abgefälscht.

Florian Heine verschießt Elfmeter

Danach hatten die Willinger eigentlich alles im Griff, sie warteten nur auf die eine Konterchance, die den Deckel draufmacht. Doch die eine Schwäche blieb, die Chancenverwertung war nicht gut, obwohl Kodra Torjäger Florian Heine einwechselte, der wegen Trainingsrückstand zunächst auf der Bank saß.

Der Torjäger belebte das Sturmspiel, aber auch er traf in zwei, drei Situationen die falsche Entscheidung.  So verschoss er einen Handelfmeter (80.) Trotzdem kam diese eine Konterchance noch. Nach einem Angriff über links stand Müller sträflich frei, er bekam an der Strafraumkante den Querpass, nahm den Ball an. „Seppel jetzt ganz ruhig bleiben, riefen Stimmen von der eigenen Bank. Und Seppel blieb ganz ruhig, schoss den Ball überlegt in die untere linke Ecke. 3:1. Das sollte es doch nun gewesen sein.... (rsm)

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