Bad Wildungen gegen Körle, Mengeringhausen empfängt Wabern, Altenlotheim erwartet Heringhausen

Für drei Waldecker Teams gilt: Bloß nicht weiter abrutschen

Ist er vom TuSpo zu stoppen? Fabian Korell (rechts), mit sieben Treffern Waberns bester Torschütze.
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Ist er vom TuSpo zu stoppen? Fabian Korell (rechts), mit sieben Treffern Waberns bester Torschütze.

Wenn Siege gegen direkte Konkurrenz besonders zählen, dann sollten die SG Bad Wildungen/Friedrichstein und der TSV Altenlotheim am Sonntag tunlichst punkten.

Korbach – Ihre Heimspiele gegen FC Körle und TSV Hertingshausen sind Zweikämpfe gegen den Gruppenliga-Abstieg. Jeden Zähler nötig hat auch der TuSpo Mengeringhausen, sein Gast logiert im Obergeschoss der Tabelle.

Bad Wildungen/Friedrichstein – Körle. Von Abstiegskampf will Jörg Schäfer noch nicht sprechen, aber der SG-Trainer weiß: „Der Druck wird größer, und es wird langsam Zeit richtig zu punkten, um nicht ganz unten hineinzurutschen.“ Beide Gegner bleiben bisher hinter den Erwartungen zurück, das Momentum könnte aber für Körle sprechen. Der Verbandsliga-Absteiger (Vorletzter) gewann vor zwei Wochen mit 2:1 gegen Kirchberg/Lohne, während Bad Wildungen demselben Gegner vor einer Woche mit 1:4 unterlag.

„Der einzige Schuss in der ersten Hälfte war ein Treffer, zudem eine Fehlentscheidung des Schiris. In der zweiten Hälfte sind uns krasse Fehler unterlaufen“, fasst Schäfer die Niederlage zusammen. Er verlangt nun, jeder müsse sich der Lage bewusst sein. „Für schönen Fußball ist nicht die Zeit – Erfolge müssen her.“ Weitere Unentschieden (bisher fünf) bringen die SG nicht voran. „Drei bis vier davon hätten Siege sein müssen. Wir brauchen jetzt mal ein positives Ergebnis“, sagt Schäfer: „Wir müssen sehen, dass wir das Spiel gewinnen.“ Dafür steht jedoch eine handvoll Spieler aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung.

Statistik: Die Bilanz der SG gegen Körle ist rot. Von acht Vergleichen seit 2015 verlor sie vier und gewann zwei.

Mengeringhausen – Wabern. Zwei Wochen nach Spitzenreiter Baunatal bekommen die Zuschauer am Hagen den Ligazweiten aus Wabern zu sehen. Auf eine Überraschung zu hoffen, dürfte ihnen nicht leicht fallen. Beim TuSpo will sich die Personallage partout nicht entspannen. „Es gibt von Woche zu Woche neue Hiobsbotschaften“, sagt Spielertrainer André Gutmann.

Für Sonntag haben die Löhndorf-Zwillinge absagen müssen. Marcel kommt nach seinem Bänderriss in der Vorbereitung einfach nicht in Tritt, Pascal fällt mit Verdacht auf Muskelfaserriss aus, der schon seinen Einsatz beim 1:1 in Schwalmstadt verhinderte. Und Denny Benndorf, der einen neuen Job als Physiotherapeut am Olympia-Stützpunkt in Winterberg antritt, fehlt wiederum aus beruflichen Gründen.

Das macht die Sache gegen den zweitbesten Angriff der Liga nicht einfacher. Wie also den Qualitäten in der Offensive begegnen, die Wabern zuletzt beim 7:0 über Altenlotheim ausspielte? Große taktische Möglichkeiten hat Gutmann nicht. Also wird sich der TuSpo defensiv ausrichten müssen, was gegen Baunatal (0:2) und in Schwalmstadt ganz gut klappte. „Wir haben in den letzten beiden Spielen mehr Sicherheit hinten reinbekommen“, sagt Gutmann. Und: Zu eigenen Torchancen komme man eigentlich immer. „Man muss dann halt sehr effektiv sein.“ Gut für den TuSpo, dass Sven Schwedes nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder dabei ist.

Statistik: 14:30 beim TuSpo, 24:7 beim TSV: Das Torverhältnis sagt eine Menge über Stärken und Schwächen der Kontrahenten. Wabern hat seine letzten fünf Spiele und alle vier Liga-Partien aus drei Spielzeiten gegen Mengeringhausen gewonnen.

Altenlotheim – Hertingshausen. Beide Mannschaften boten am letzten Sonntag das totale Kontrastprogramm. Die Gäste siegten 8:2 über Neuental/Jesberg, Altenlotheim verlor in Wabern 0:7. „Auch wenn wir wissen, wie das Ergebnis entstanden ist und es einordnen können, ist es erst mal hart für jeden im Verein“, sagt Spielertrainer Robin Wissemann. Dabei legt er großen Wert auf die Feststellung legt, das Ergebnis habe teilweise an der Personalsituation gelegen.

Gegen Hertingshausen, das fünf Zähler mehr vorweist als die Gastgeber, will Wissemann Wiedergutmachung. „Abgesehen davon brauchen wir dringend die Punkte“. Der Kader ist besser bestückt als beim 0:7. „Zum Glück sind mit Mirko Ohnesorge, Fabian Erber, Manuel Neuschäfer, Torben Garthe, Nico Backhaus und Julian Schneider sechs Spieler dabei, die am Samstag nicht einsatzbereit waren“, so der Trainer. Aber es gibt auch schlechte Neuigkeiten: Niklas Bräutigam hat sich die Bänder gerissen.

Statistik: Den einzigen Vergleich beider Teams bisher gewann Altenlotheim im Vorjahr mit 4:1. Die Gäste haben auswärts in dieser Saison noch nicht verloren.  dv,mn,bb

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