Gruppenliga-Primus gewinnt mit 1:0

Goddelsheim/ Münden fehlt zum Remis gegen Baunatal nicht viel

Vier Spieler ärgern sich unterschiedlich nach vergebener Torchance, die Gegenspieler reagieren anders
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Vergeben! Schütze Raoul Mitze (am Boden), Kapitän Mirco Grosche (mit Trikot über dem Kopf), Eike Stracke (verdeckt) und Nils Grosche zeigen nach der größten Torchance der SG Goddesheim/Münden ihren Frust. Baunatals Torwart Maik de Coster und sein Kollege Marcel Grosse sind dagegen ganz froh.

Kein Spitzenspiel, aber ein Spitzenreiter, der zum zehnten Mal im zehnten Kick den Siegerpreis einsteckte: Mit 1:0 (1:0) gewann Eintracht Baunatal auch das Gastspiel bei der SG Goddelsheim/Münden.

Goddelsheim – Die Großenritter streben nach dem etwas glücklichen “Dreier“ der Herbstmeisterschaft der Fußball-Gruppenliga 1 entgegen. Die Lichtenfelser bleiben Vierter der Tabelle.

SG-Trainer Jens Fresen hatte im Vorfeld vermutet, „dass Kleinigkeiten das Spiel entscheiden werden“. Er bekam in der 18. Minute Recht. Christian Krug gewann nach einem Freistoß von Jamie Scott das Duell gegen Daniel Butterweck und sein Kopfball tickte als Bogenlampe hinter Keeper Manuel Mitze über die Linie. Das Tor des Tages.

Bis dahin und auch danach arbeiteten die Gäste meist mit langen Bällen, geschlagen von den Innenverteidigern Catalin Cobileanu und Marcel Grosse, auf Torjäger Abdullah Al-Omari. Die Platzherren verteidigten sich trotz zahlreicher Ausfälle und erneut umgebauter Viererkette, dieses Mal mit Benjamin Wendel als zentraler Figur, gut. So resultierte auch die zweite Baunataler Gelegenheit aus einem Standard, als Oliver Schweitzer nach einem Eckball knapp am langen Pfosten vorbeiköpfte (28.).

Janusch: Nur Kreisoberliga-Niveau

Die Vereinigten traten offensiv nach 36 Minuten das erste Mal in Erscheinung, der eifrige Max Steger verpasste an der Strafraumkante den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss. Glück für die SG kurz nach der Pause, der Treffer von Alessandro Schmidt nach einer zu kurz abgewehrten Ecke zählte wegen angeblichen Abseits nicht (51.).

Hatten beide Seiten bis dahin spielerisch wenig Besonderes angeboten, so wurde die Partie nach einer knappen Stunde mit dem sehr harten Zweikampf von Mirco Grosche gegen Krug und der Revanche des Torschützen gegen Robin Pieper zusätzlich hektisch.

Die Lichtenfelser hatten sich mittlerweile gleiche Spielanteile erkämpft. Bezeichnend für die humorlos verteidigende Eintracht war der Ruf von Grosse zu seinem unbedrängt den Ball führenden Nebenmann Koch: „Knall ihn weg.“ Eintracht-Coach Friedhelm Janusch erklärte den bescheidenen Auftritt beider Seiten („nur Kreisoberliga-Niveau“) für sich mit elf Ausfällen, darunter sieben Stammkräften; die mussten im Übrigen auch die Gastgeber ersetzen. „Wir haben eine Topabwehr und machen vorne das entscheidende Tor, fertig“, markierte Janusch den Unterschied.

Mitze hat die Chance zum 1:1

Endgültig bewahrheitete sich der Satz von Jens Fresen von den entscheidenden Kleinigkeiten, als Wendel seitlich fast von der Mittellinie einen Freistoß absetzte und der eingewechselte Raoul Mitze vier Meter vor dem Tor das Spielgerät im Grätschen hauchdünn über die Querlatte setzte (75.). Es war und blieb trotz großem Einsatz die einzige große Chance für die SG.

„Schade, dass wir uns nicht belohnt haben“, ärgerte sich Fresen. In der Tat, ein Remis wäre nicht unverdient gewesen.

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