Teilung der Klassen vom Tisch

Gruppen-und Verbandsliga sollen normale Runde spielen

Porträt Matthias Schmelz
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Matthias Schmelz

Die mögliche Dreiteilung der Fußball-Grupenliga Kassel ist vom Tisch, es bleibt bei zwei Staffeln für die 33 Teams. Und: Die Teams sollen Auf- und Absteiger in der Saison 2021/22 mit Hin und Rückrunde ausspielen.

Grünberg – Diesen Modus hat der Verbandsspielausschuss (VSA) des Hessischen Fußball-Verbands am Wochenende in Grünberg für sieben der acht Gruppenligen und für die drei Verbandsligen der Männer beschlossen. Nur die Gruppenliga Fulda mit ihren 20 Teams wird geteilt, berichtete der Kasseler Regionalbeauftragte Matthias Schmelz.

Den allgemeinen Starttermin legte der VSA wie erwartet auf den 14./15. August fest. Den Kreisen, die eine Woche früher oder später loslegen wollen, lege der Ausschüsse keine Steine in den Weg: Die Wünsche werden lau Schmelz durchgewunken. Damit dürfte einem Saisonstart in Waldeck am 7./8. August nichts entgegenstehen. Schmelz besprach sich noch gestern Abend mit den Fußballwarten (Bericht folgt).

Auch die von der Waldecker Kreiskonferenz am vergangenen Mittwoch beschlossenen Spielsysteme erhielten das grundsätzliche Okay des Ausschusses. Neben der normalen Runde – beschlossen für A- und B-Liga Waldeck –erlaubt der HFV auch die Einfachrunde mit anschließenden Playoffs und Playdowns – darauf hat sich die Mehrheit der Klubs für die heimische Kreisoberliga festgelegt – und die Teilung von Klassen – diesen Weg wählten zwei Drittel der Waldecker C-Ligisten.

Einem von Schmelz favorisierten Modell fehlt dagegen die rechtliche Basis: Zweigeteilten Ligen, die in Auf- und Abstiegsspielen münden, erreichen ihre Wertungsgrundlage nicht mit Ende der ersten Halbserie, sondern nach Hin- und Rückrunde, da diese als Qualifikation gelten.

Er sei selbst von den Entscheidungen überrascht, sagte Schmelz. Bei der Kreiskonferenz hatte er wiederholt die Linie des Verbands betont, in der neuen Saison so schnell wie möglich zu einer Wertungsgrundlage zu kommen, also rasch zumindest die Hälfte der Saison auszutragen, um eine nochmalige Annullierung auszuschließen.

Davon war in Grünberg kaum noch die Rede. Die Regionen in der Mitte und im Süden des Verbands hätten sich mit ihrer besseren Infrastruktur (mehr Kunstrasenplätze als im Norden) auf den Modus mit Hin- und Rückrunde festgelegt, so Schmelz. Klassenleiter Erhard Zink (Herbstein) und er hätten sich trotz Bedenken darauf verständigt, für die Verbandsliga Nord mit ihren 17 Teams ebenso zu verfahren.

Für einen Alleingang bei „seinen“ Gruppenligen sah Schmelz dann ebenfalls keine Basis mehr. „Wenn es ganz Hessen so macht, wer bin ich, dass ich in Kassel was eigenes mache“, sagte er und fügte mit Blick auf die Pandemie hinzu: „Ich hoffe, dass es gut geht.“ Die vier Waldecker Klubs dürften nun wie gewohnt in die Gruppe 1 eingeteilt werden.

Mit der Festlegung auf den bewährten Modus sind Wochenspieltage verbunden. Die Rede ist von jeweils zwei pro Halbserie. Zink spricht sich zudem für einen Verbandsliga-Start am 7. August aus. Gruppenligaauftakt soll eine Woche später sein, gesielt wird bis zum 21 November. Die Saison endet a 12. Juni 2022. Endgültig wird der VSA das Spielgeschehen am 3. Jul festlegen. Vorher haben die Kreise noch mal das Wort.

Von Gerhard Menkel

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