Aufatmen an der Hagenstraße

3:1 gegen FV Felsberg: TuSpo verdient sich ersten Dreier

Porträt Adam Sek
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Erzielte mit einem mutigen Abschluss das 3:1: Adam Sek.

Das große Endlich an der Hagenstraße: Im fünften Saisonspiel der Gruppenliga 1 gewinnt der TuSpo Mengeringhausen seine ersten drei Punkte.

Mengeringhausen - Am 3:1 (2:0) gegen den FV Felsberg/Lohre/Nieder-Vorschütz gab es wenig zu deuteln. Der TuSpo stellte die bestimmende Mannschaft, zumindest die meiste Zeit - ganz gewiss auch das Resultat einer taktischen. Neuausrichtung. Zwar beließen es Spielertrainer Andre Gutmann und sein Co. Marcel Schilling bei der Dreierkette, packten jedoch in deren Mitte Philipp Schwedes.

Der Kapitän lieferte eine prima Partie, seine Nebenspieler Denny Benndorf und Daniel Sinemus ebenfalls. Davor gab erstmals Nico Müller neben Luca Lüther aus der Sechserposition heraus frische Impulse - die Rolle behagte dem Neuzugang aus Sachsenhausen. „Wir mussten reagieren, damit wir mehr Galligkeit im Zentrum haben. Das kann der Nico“, sagte Gutmann. Zweiter Effekt: mehr Erfahrung in der Offensive. Gutmann rückte nach vorn, mit Max Jakobschak bildete er die Doppelspitze in der Startelf, dahinter machte Sven Schwedes Betrieb.

Aber das war es nicht allein: Die mit einem frischen Sieg ausgestatteten Gäste mussten noch vor der Pause zwei Spieler auswechseln, nach der Pause tauschte Trainer Christian Leck ein drittes Mal - und als dann der für Sven Budach gekommene Ibrahim Cuko nicht mehr weitermachen konnte (75.), war der FV für die letzte Viertelstunde nur zu zehnt.

Den FV zu Fehlern gezwungen

Dazu kam: Die Grün-Weißen waren zweikampfstärker als der Gegner, den sie oft unter Druck setzten und zu Fehlern zwangen. Ein Thema bleibt der Abschluss: Nach einem dieser Patzer kam Max Jakobschak frei zum Schuss, traf aber Torwart Erik Strube. Der Gegenkonter hätte beinahe gepasst, Sebastian Kraus jagte den Ball freistehend über den erstmals in dieser Saison von Fabian Figge gehüteten TuSpo-Kasten (17.).

14 Minuten später die erste Mengeringhäuser Führung der Spielzeit bisher: Denis Jakob behauptete sich stark auf der linken Seite, seine Hereingabe wuchtete Gutmann aus vier Metern ins Netz. Es kam noch besser: Sven Schwedes schickte nach einer Ecke listig einen halbhohen Ball Richtung Tor, Benndorf leitete ihn passend zum 2:0 weiter (34.).

Der Vorsprung geriet vor der Pause nur einmal in Gefahr: Figge klärte mit einer Hand spektakulär den Kopfball von Enes Sezer (39.). Nach der Pause verpeilte der TuSpo das schnelle 3:0. Erst traf Jakob aus zehn Metern den Ball nicht gut und Strube war da (53.), dann flog Jakobschaks Heber nach Gutmanns Zuspiel über die Latte (57.).

Erfolg nur kurz in Gefahr

Diese ungute Performance kritisierte Gutmann hinterher; sie hatte Folgen, als Kraus nach Sezers Zuspiel von links recht plötzlich zum Anschluss traf (63.). Der schon ausgemachte TuSpo-Dreier geriet unter Druck, zumal „FeLoNi“ nun offensiver spielte. Die Räume, die sich damit boten, nutzte der TuSpo immerhin rasch. Nach der genauen Flanke von Müller nahm der ein gewechselte Adam Sek den Ball mit vollem Risiko und traf satt ins lange Eck. 3:1 (69.).

In Überzahl hätten die Gastgeber gut das 4:1 nachlegen können, Sven Schwedes vergab es nach herrlicher Körpertäuschung aus kurzer Distanz, nach der folgenden Ecke setzte Sinemus einen Kopfball knapp daneben (80.). Also blieb die Partie „unnötig spannend“, wie Co-Trainer Schilling feststellte.

Das war kaum mehr als das Haar in der Suppe. „Das Positive überwiegt klar“, sagte Schilling: „In meinen Augen war das eine rundum gelungene Mannschaftsleistung.“

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