Mengeringhausen in Mengsberg ein Spielball

TuSpo-Fehlstart mit sechs Gegentoren

Porträt Giulian Braun mit untergeschlagenen Armen
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Bitterer Einstand: Giulian Braun schied in seinem ersten Punktspiel für Mengeringhausen mit einer Knieverletzung aus.Porträt

Bisher wussten sie beim TuSpo Mengeringhausen nicht, wo sie stehen. Die lange Corona-Pause. Nun wissen sie es, und die Erkenntnis ist nicht schön: weit weg vom Normalmaß.

Die 0:6 (0:3)-Niederlage beim TSV Mengsberg zum Saisonauftakt in der Gruppenliga war für Spielertrainer Andre Gutmann die Konsequenz aus einer kollektiven Minderleistung. „Das Ergebnis ist das eine“, sagte er, das andere sei, wie es zustandegekommen sei. Eigentlich habe keiner der 14 eingesetzten Spieler Normalform gezeigt.

Für große Teil der eher einseitigen Partie nahm Gutmann Verteidiger Nico Müller von dieser Einschätzung aus. Aber selbst der Neuzugang von der SV Freienhagen leistete sich einen folgenschweren Patzer. Dieser führte zum 4:0. Gutmann berichtete von zahlreichen individuellen Fehlern, selbst einfachste Passstaffetten landeten beim Gegner.

Beim ersten Abschluss der Gastgeber war TuSpo-Torwart Daniel Roschanski zur Stelle; er hielt den Kopfball von Marc Schenk (5.). Den zweiten Torschuss musste der Keeper passieren lassen: Nach einem Foul von Philipp Schwedes an Jan-Nicklas Brandner traf Dennis Huber vom Punkt (10.). (Torschütze korrigiert)

Das 2:0 ging auf das Konto von Dennis Dorfschäfer; TuSpo-Verteidiger Denny Benndorf monierte vergeblich einen Zupfer am Trikot in der Vorbereitung des Treffers (18.). Die Gäste hielten jetzt immerhin besser dagegen, mussten aber einen weiteren Nackenschlag wegstecken: Nach etwa einer halben Stunde verdrehte sich Giulian Braun das Knie und schied aus; der aus Edertal gekommene Mittelfeldspieler könnte länger fehlen.

Pfostentreffer als kleiner Lichtblick

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit fiel schließlich das dritte Gegentor, Brandner war nach Freistoß aus dem Halbfeld erfolgreich (45. +3). In den ersten zehn, zwölf Minuten nach Wiederbeginn versuchte der TuSpo mit mehr Macht, selbst ein Tor zu erzielen. Letztlich besaßen die Grün-Weißen aber nur eine gute Chance - Max Jakobschak setzte den Ball an den Pfosten.

Beim 4:0 nutzte Johannes Müller einen Abstimmungsfehler zwischen Nico Müller und Roschanski (69.), das 5:0 erzielte er nach einem langen Abschlag seines Keepers Sacir Nicosevic (73.), mit dem 6:0 machte schließlich Dorfschäfer das halbe Dutzend voll (86.). Die Gelb-Rote Karte gegen Alexander Frey fiel beim TSV nicht ins Gewicht.

„Wir haben die Gruppenliga anders in Erinnerung“, meinte Gutmann enttäuscht. Er erwartet mit Blick auf die lange Fußballauszeit, dass auch andere Mannschaften der Liga ein ähnlich böses Erwachen erleben könnten. Die Mengeringhäuser haben es hinter sich. (mn)

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