Baunatal kassiert knappe Niederlage

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Luftkampf: Der Baunataler Felix Schäfer (Mitte) springt höher als Hadamars Michel Gschwender, Jerome Zey (links) beobachtet das Duell. 

Thomas Müller trifft, Manuel Pforr vergibt Elfmeter für Baunatal

Auch im vierten Spiel hintereinander wurde nichts aus den drei Punkten: In der Fußball-Hessenliga musste der KSV Baunatal am Samstag eine 1:2 (0:2)-Niederlage beim SV Rot-Weiß Hadamar hinnehmen.

Entsprechend frustriert fiel daher auch die Bilanz von KSV-Trainer Tobias Nebe aus: „Trotz ausgeglichener erster Halbzeit waren wir 0:2 hinten, haben in der zweiten Hälfte aber eine super Leidenschaft und Moral gezeigt. Für uns zählen nur Punkte, und die fehlen momentan leider. Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt, aber wie sagt man so schön? – Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.“

Dass Freud und Leid meist nah beieinander liegen, belegte auf dem Niederhadamarer Kunstrasen die letzte Spielminute. Rot-Weiß war gerade dabei, eine scheinbar komfortable 2:0-Halbzeitführung in den Sand zu setzen, als sich Jonas Herdering im eigenen Strafraum einen unnötigen Schubser gegen Maximilian Blahout leistete und Schiedsrichter Felix Berger zurecht auf den Elfmeterpunkt zeigte. Baunatals Manuel Pforr hatte sich den Ball zurechtgelegt, jagte sie jedoch über den Querbalken – es blieb beim Hadamer 2:1-Heimsieg.

Dass es überhaupt noch einmal so eng wurde, sah nach 20 Minuten nicht so aus. Hadamar lieferte eine Kostprobe gnadenloser Effektivität und lag 2:0 vorne. Nach einem Angriff über Jerome Zey und Jonas Herdering köpfte Leon Burggraf dessen Flanke zum 1:0 unter die Latte (15.). Nur fünf Minuten danach unterlief Daniel Borgardt nach einem Torschuss von Christian Makana im Sechzehner ein Handspiel – Jerome Zey ließ KSV-Keeper Max Annemüller mit seinem platzierten Elfmeter keine Chance – 2:0 (20.).

Griffige Zweikämpfe und zwei Gelbe Karten nach gerade einmal zehn Minuten standen bis dato auf der Tagesordnung. Darauf stand aber auch Thomas Müllers dicke Chance zum Ausgleich, als er aus halblinker Position über das leere Tor schoss und damit das zwischenzeitliche 1:1 versäumte (18.). Die zahlreichen Diagonalbälle der Baunataler sorgten ansonsten aber kaum für Gefahr vor Hadamars Gehäuse.

Nach Wiederanpfiff zog der KSV die Zügel an und hätte beinahe den Anschluss hergestellt, doch nach verunglücktem Torschuss Thomas Müllers und dem anschließenden Querpass von Manuell Pforr schloss Felix Schäfer zu harmlos ab (58.). Die Hoffnung der Baunataler auf einen eventuellen Punktgewinn war aber plötzlich doch wieder mehr denn je da: Thomas Müller nagelte das Spielgerät aus knapp 25 Metern ins linke obere Toreck – 2:1 (65.).

Als Hadamars Markus Neugebauer eine gute Viertelstunde vor dem Ende mit Gelb-Rot vom Feld musste, ergaben sich dennoch Gelegenheiten zur Entscheidung. Bei den Gastgebern hatte die Elf von Trainer Stefan Kühne Glück, dass ein abgefälschter Versuch von Felix Schäfer knapp links vorbei gestrichen war (84.). Hadamar zitterte, Baunatal hoffte bis zum Ende. Dann rissen die Fürstenstädter nach vier Minuten Nachspielzeit die Arme in die Höhe, während Manuel Pforr und Co. am liebsten im Erdboden versunken wären.

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