„Puzzle-Teil, das uns noch fehlte“

Fußball-Hessenligist KSV Baunatal verpflichtet Sebastian Schmeer vom KSV Hessen

Hier noch Gegner, bald in einem Team: Sebastian Schmeer (rechts) wechselt vom KSV Hessen zum KSV Baunatal und spielt dann auch mit Niklas Künzel (links) in einer Mannschaft.
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Hier noch Gegner, bald in einem Team: Sebastian Schmeer (rechts) wechselt vom KSV Hessen zum KSV Baunatal und spielt dann auch mit Niklas Künzel (links) in einer Mannschaft.

Dem KSV Baunatal ist ein Transfercoup gelungen. Der Fußball-Hessenligist hat Sebastian Schmeer verpflichtet.

Baunatal - Nach achteinhalb Spielzeiten beim KSV Hessen Kassel und einem halbjährigen Intermezzo in Fulda kehrt der 34-Jährige nun nach Baunatal zurück. Dort spielte er zuletzt in der Saison 2011/12. Wir schauen auf den Transfer, die Vorbereitung und die Aussicht auf die Saison beim KSV.

Der Wechsel

Schmeer hatte im HNA-Interview vor ein paar Tagen angekündigt, dass er gern noch weiterspielen würde, aber der Aufwand in der Regionalliga neben dem Beruf zu groß sei. Bei den Baunatalern wird erst abends trainiert – anstatt bei den Löwen nachmitttags. Außerdem sind die Auswärtsfahrten kürzer. Daher machte der Wechsel zum am zweithöchsten spielenden Klub in Nordhessen Sinn.

„Wir freuen uns auf einen erfahrenen Knipser“, sagt Baunatals Sportlicher Leiter Matthias Kepper und fügt hinzu: „Basti ist das Puzzle-Teil, das uns noch fehlte.“ Bei aller spielerischer Stärke der Baunataler habe dem Team zuletzt ein Torjäger gefehlt. Der Stürmer sei nicht nur selbst torgefährlich, sondern auch ein sehr guter Vorbereiter. „Bei ihm stimmt das Gesamtpaket. Er gehört zu den stärksten nordhessischen Stürmern“, sagt Kepper.

Schmeer kennt sich in Baunatal aus, spielte mit dem KSV in der Jugend-Bundesliga und später in der Saison 2011/12 in der Männer-Hessenliga. Mit 28 Treffern gewann er damals sogar die Torjägerkrone. Mit dem KSV Hessen hat er am vergangenen Wochenende gerade erst die Mammut-Saison in der Regionalliga mit 42 Spieltagen beendet. Die Baunataler haben zwar bereits mit der Vorbereitung auf die kommende Serie begonnen, Schmeer wird aber verständlicherweise erst nach einer Pause einsteigen. „Dann wird es darum gehen, ihn zu integrieren und unser Spiel ein stückweit auch auf ihn auszurichten“, sagt Kepper. KSV-Coach Tobias Nebe kennt Schmeer gut, schließlich war er auch vor neun Jahren schon sein Trainer in Baunatal.

Der KSV vermeldete zudem einen weiteren Neuen im Hessenliga-Kader. Leon Recker rückt aus der A-Jugend hoch. Der 18-Jährige kann noch ein Jahr in der U19 spielen. Er ist jetzt fester Bestandteil des Herren-Kaders, wird aber auch in der A-Jugend Einsätze absolvieren. „Leon ist vielleicht der talentierteste Spieler aus unserem Nachwuchs der vergangenen Jahre“, sagt Kepper über den Flügelspieler, der langsam an das Hessenliga-Niveau herangeführt werden soll.

Damit seien die Personalplanungen beim KSV grundsätzlich abgeschlossen. „Wir sind mit dem Kader sehr zufrieden. Aber wir halten natürlich immer Augen und Ohren offen“, sagt Kepper.

Die Vorbereitung

Nach zwei eher ruhigen Wochen haben die Baunataler jetzt das Tempo angezogen. In der Vorbereitung auf die kommende Saison soll ab Montag dann auch wieder viermal pro Woche trainiert werden. Das erste Testspiel ist für den 3. Juli in Edermünde geplant, allerdings kann sich der Termin kurzfristig noch um einen Tag nach vorn oder hinten verschieben.

Die Saison

Seit dem Wochenende steht fest, dass die Saison in den hessischen Ligen am 15. August beginnen soll. In der Hessenliga ist noch offen, nach welchem Modus gespielt wird (wir berichteten). Die Vereine sollen in den kommenden Tagen dem Verband mitteilen, welche der drei Optionen sie bevorzugen. Fast ausgeschlossen scheint eine normale Saison, da es bei 22 Teams 42 Spieltage geben würde. Daher wird es wohl auf einen der beiden anderen Modi hinauslaufen: Entweder eine Teilung nach regionalen Gesichtspunkten in zwei 11er-Gruppen mit anschließender Aufstiegs- (beste fünf Teams jeder Gruppe) und Abstiegsrunde (schlechteste sechs Teams jeder Gruppe) oder eine Einfachrunde mit anschließender Auf- und Abstiegsrunde. „Wir sind eigentlich für eine Teilung der Liga. In der Pandemie sollten die Wege so kurz wie möglich sein. Wir könnten aber auch mit der Einfachrunde gut leben“, sagt Kepper. (Manuel Kopp)

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