Besonderes Wiedersehen mit Sippel

Fußball-Hessenpokal: TSV Wabern fordert KSV Baunatal am Reiherwald

Heiß auf den Vergleich mit seinem Ex-Verein: Waberns Spielertrainer Patrick Herpe sieht den Hessenpokal als „Bonus“ an.
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Heiß auf den Vergleich mit seinem Ex-Verein: Waberns Spielertrainer Patrick Herpe sieht den Hessenpokal als „Bonus“ an.

Für die einen ist es das Spiel des Jahres. Für manche Fußballer des TSV Wabern sogar die größte Partie bislang, die sie spielen werden. Für die anderen ist es ein Höhepunkt von vielen. Und sogar nur das zweitwichtigste Spiel in dieser Woche. Klar verteilt sind die Rollen, wenn der KSV Baunatal als Hessenligist in der ersten Runde des Hessenpokals am Reiherwald antritt.

Wabern – „In neun von zehn Spielen gewinnt Baunatal. Aber wir sind bereit, um die Flucht nach vorn zu suchen und werden uns nicht verstecken“, betont Spielertrainer Patrick Herpe, für den der Vergleich am Mittwoch (19.30 Uhr) mit den zwei Klassen höher spielenden VW-Städtern ein „Bonus“ ist. Der Lohn für den ersten Titel des TSV seit 13 Jahren nach dem souveränen 4:0 im Finale gegen den TSV Besse.

Drei Waberner haben Baunataler Vergangenheit

Zudem ist’s für drei Waberner ein Duell mit der Vergangenheit. Denn Herpe schoss in der Saison 2015/16 vier Tore in elf Begegnungen für den KSV. Trainer damals wie heute war Tobias Nebe. Gemeinsame Wertschätzung inklusive. Herpes Cousin Marius Rohde sowie Jan Luca Schmeer wurden in der Baunataler Jugend auf Hessenliga-Niveau ausgebildet. Alle drei werden sicher in der Startelf des TSV stehen.

Große Änderungen planen Herpe und sein Trainer-Kollege Mario Völker im Vergleich zum 3:0 in Hertingshausen nicht. Allerdings trug Außenverteidiger Johannes Kördel eine Zerrung davon und scharren einige mit den Hufen, die auf der Bank saßen. Florian Korell etwa, der wieder besser in Tritt kommt, Florian Amert, der angeschlagen geschont wurde, und etablierte Kräfte wie Niklas Müller, Jakob Splietorp und Fabian Hofmann. „Der große Kader wird im Saisonverlauf noch Gold wert sein. Wir haben viele gute Spieler, die wir alle für unsere Ziele brauchen werden“, betont Herpe.

Emin Dag wohl angeschlagen nicht dabei

Sanfte Rotation also bei den Gastgebern. Mehr Änderungen sind bei den Gästen zu erwarten. „Wir werden ein bisschen durchwechseln“, erklärt Nebe, der bereits seit 2010 im Amt ist. Ein neues Sturmduo muss er sich suchen, weil der Ex-Schwalmstädter Sebastian Schmeer und Hüseyin Cakmak angeschlagen sind. Eher skeptisch ist der Coach, ob er den früheren Waberner Emin Dag nominieren kann. „Emin hat sich gut entwickelt und bis zu seiner Zerrung jede Einheit mitgemacht. Aber wir wollen kein Risiko eingehen.“

Klar, am Samstag wartet in Stadtallendorf die wichtigere Aufgabe. Auch, weil Baunatal mit vier Punkten zwar gut gestartet ist, aber eben nicht sehr gut. Zwei Schnitzer sorgten für ein ernüchterndes 2:2 in Überzahl gegen Neuhof. „Die zwei Punkte wollen wir uns am Samstag wieder holen“, betont Nebe, der mit seinem Team im Pokal vorab neues Selbstvertrauen tanken möchte.

Sippel blick auf schöne Zeit in Wabern zurück

Einer, auf den dabei eine Schlüsselrolle zukommt, ist Kim Sippel. Der Ex-Waberner, der im benachbarten Uttershausen lebt und zu Fuß anreisen kann. „Für mich ist das etwas ganz Besonderes, weil ich fünf schöne Jahre beim TSV als Spieler, Spielertrainer und Trainer hatte“, betont der 32-Jährige, den sein Coach Nebe „auf Augenhöhe“ mit Jonas Labonte sieht, der in den ersten beiden Hessenliga-Spielen zwischen den Pfosten stand.

Sippel, seit dieser Saison auch als Schiedsrichter aktiv, nimmt den Kampf an und versteht die ersten beiden Pokalrunden als „Pflicht-Aufgabe“ mit dem KSV. Umso mehr musste er bei der Auslosung schmunzeln. Da war er nämlich zufällig am Reiherwald, um das Testspiel des TSV gegen Grebenstein zu schauen. Also konnte er seinen alten Kumpels vom besonderen Wiedersehen berichten. Am Mittwoch ist es nun soweit. (Sebastian Schmidt)

Vorfreude: Kim Sippel kehrt mit dem KSV Baunatal an den Reiherwald zurück.

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