Verband hofft auf Klarheit bis Ende Mai

Fußball: Tendenz geht zu späterem Saisonstart

Ausschnitt mit Fußballschuh auf Fußball mit medizinischer Maske
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Masken-Ball: Noch hat Corona den Fußball im Griff.

Die Corona-Pandemie hat noch stets auf Optimismus gründenden Gedankenspielen rasch den Boden entzogen. Das erfährt gerade auch wieder der Hessische Fußball-Verband.

Korbach - Erst vor vier, fünf Wochen stellte man im Verbandsvorstand Überlegungen an, dass die Spielzeit 2021/22 vielleicht schon im Juli beginnen und dann Zeit genug sein könne, sie zu Ende zu spielen.. Am Freitag redeten sie bei der dritten Videokonferenz des Jahres über das Gegenteil.

„Das Virus überholt uns immer leider im Negativen“, seufzte der Waldecker Kreisfußballwart Gottfried Henkelmann. Wieder sind es die hohen Infektionszahlen, aber auch die am Samstag in Kraft getretene Bundesnotbremse, die die Tendenz umkehren. Unter realistischen Planungen gehe der Verbandsfußballausschuss (VSA) jetzt von einem Saisonstart Ende August, Anfang September aus, berichtete Henkelmann aus der dreistündigen Konferenz. „Wenn"s optimal liefe“, fügte er an. Bis jetzt sei der Fußball bei Inzidenzen deutlich über 100 „noch sehr weit weg“.

Damit es tatsächlich etwa vier Wochen später als gewohnt losgehen kann, müssten alle Mannschaften hessenweit ab Anfang Juli wieder zusammen trainieren dürfen. Henkelmann betonte, die Planspiele beruhten auf dem aktuellen Stand des Infektionsgeschehens. „Es dürfen gerne Wunder geschehen.“ Damit befasst sich der Verband eher nicht, sonden im Fokus der Überlegungen stehen alternative Spielmodelle.

„Alternative Systeme im Moment alternativlos“

Einen veränderten Modus braucht der HFV bei verkürzter Saison für die teils großen Spielklassen. Die Hessenliga etwa dürfte ohne freiwilligen Abstieg bei mindestens 21 Vereinen landen. Zwar kennt die annullierte Saison 2020/21 weder Auf- noch Abstieg. aber nur bis zur Hessenliga. Diese bekommt in Eintracht Stadtallendorf und wohl Bayern Alzenau aus der Regionalliga Klubs dazu; ob umgekehrt Barockstadt Fulda-Lehnerz aufsteigt, ist offen.

In Waldeck fallen die Kreisliga C und die Kreisoberliga aus dem Rahmen – sie wachsen zudem wegen der Rückzieher SV Gembeck und SV Freienhagen/Sachsenhausen auf 19 beziehungsweise 18 Mannschaften. „34 Spieltage sind in der Kreisoberliga bei einem Start Anfang September schwer machbar“, sagte Henkelmann und fasste die vorherrschende Meinung so zusammen: „Alternative Spielsysteme sind im Moment alternativlos.“

Durchgespielt wird eine Reihe von Varianten – zum Beispiel die, erst eine einfache Runde zu spielen und anschließend das Feld in Auf- und Abstiegsrunde zu teilen. Die KOL Waldeck würde so bei 25 Partien pro Team landen. In der letzten Maiwoche, wenn sich der HFV-Vorstand das nächste Mal virtuell trifft, soll die Grobplanung stehen.

Henkelmann versprach der Basis im Kreis rechtzeitig und umfassende Information: „Ich will den Vereinen nichts vorenthalten.“ Der Kreisfußballausschuss soll die Lage am 5. Mai beraten. (mn)

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