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„Fußball ist mein Leben“: Robin Schüßler macht als Jugendtrainer in Paderborn Karriere

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Von: Gerd Brehm

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Gibt die Richtung vor: Robin Schüßler, der die U 13 des SC Paderborn in der Regionalliga West als höchste deutsche Nachwuchsklasse trainiert.
Gibt die Richtung vor: Robin Schüßler, der die U 13 des SC Paderborn in der Regionalliga West als höchste deutsche Nachwuchsklasse trainiert. © Robin Schüßler

Vor sechs Jahren begleitete er seine Spieler noch nach Niederbeisheim und Obermöllrich. Jetzt tritt seine Mannschaft in Dortmund und Köln an. Robin Schüßlers Trainer-Karriere ist märchenhaft und doch voller Fakten. Denn der 28-Jährige, der im Borkener Stadtteil Kerstenhausen aufgewachsen ist und jetzt in Gudensberg wohnt, coacht nun die U 13-Junioren des SC Paderborn in der Regionalliga West.

Gudensberg/Paderborn – In dieser Spielklasse treffen sich die zwölf besten Teams aus Nordrhein-Westfalen, die fast alle große Namen wie Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, 1. FC Köln, Borussia Dortmund oder Bayer Leverkusen tragen.

Dabei war es eher Zufall als Planung, dass aus dem Innenverteidiger der SG Englis/Kerstenhausen/Arnsbach ein Trainer wurde. Robin Schüßler war gerade von den Junioren zu den Senioren „aufgestiegen“, als die SG einen Coach für ihre A-Jugend suchte. Die Wahl fiel auf den damals 18-Jährigen, dem jedoch die Führung der fast Gleichaltrigen nicht in den Schoß fiel. Doch von den anfänglichen Misserfolgen ließ sich der Fußball-Enthusiast nicht beeindrucken, sodass er als C- und B-Juniorentrainer (2013 bis 2017) durchstartete.

Von Sippel gefördert

Auch dank Kim Sippel. In der Saison 2016/17 führte der damals 28-Jährige ein Doppelleben. Sippel war Torwart und Co-Trainer des TSV Wabern sowie Sportmanager der Fußball-Abteilung des KSV Baunatal. Und er schätzte Robin Schüßler, der in jener Saison für den TSV kickte sowie Trainer war beim Jugend-Förderverein Eder-Schwalm, der aus dem TSV Wabern und der SG Englis/Kerstenhausen/Arnsbach gebildet wird.

Sippel suchte eine Verstärkung für den Trainerstab der Baunataler Jugend-Abteilung und ahnte, dass Schüßler bereit war, eine neue Herausforderung anzunehmen. „Taktisch war Robin schon damals sehr versiert. Mittlerweile bringt er auch die nötige Geduld und Gelassenheit beim Umgang mit der Mannschaft und dem Spiel mit“, lobt der hauptamtliche Mitarbeiter im Management des DFB-Talentförderprogramms.

Bringt Talente auf den Weg

Robin Schüßler wusste im Sommer 2017 noch nicht, dass der KSV Baunatal eher eine Durchgangs- statt die Endstation seiner Trainer-Karriere sein würde. Doch Erfolge wie der Aufstieg in die Regionalliga mit den C-Junioren weckten den Ehrgeiz des jungen Coaches. „Beim SC Paderborn habe ich mich dann selbst ins Gespräch gebracht“, erzählt Schüßler, der im Besitz der B+ Lizenz ist. Mit dieser Lizenz werden Trainerinnen und Trainer auf die Förderung von jungen Talenten vorbereitet.

„Fußball ist mein Leben“, sagt Robin Schüßler, der trotzdem bald eine wegweisende Entscheidung treffen muss. Ende 2023 wird der Lehramt-Student sein erstes Staatsexamen absolvieren und dann womöglich die Qual der Wahl haben. „Am schönsten wäre es natürlich, wenn sich der Trainerjob mit einem Referendariat verbinden ließe“, hofft der Vielbeschäftigte, der sogar noch Zeit für eine Freundin hat. Und es trifft sich gut, dass Luisa eine Fußballerin ist. (von Gerd Brehm)

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