Vor der TSG Wieseck zurück in die Heimat

Jan Leimbach ist neuer Trainer der SG Bad Wildungen

Porträt Jan Leimbach
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Der Neue in Bad Wildungen: Jan Leimbach trainiert ab sofort die SG Bad SG Wildungen/Friedrichstein.

Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein hat schnell einen Nachfolger für Jörg Schäfer gefunden: Jan Leimbach übernimmt das Traineramt beim Gruppenligisten.

Bad Wildungen - Die Verpflichtung ihres ehemaligen Spielers für die neue Rolle teilte die Spielgemeinschaft am Wochenende mit. „Für viele eine überraschende Personalie“, meinte Sportvorstand Carsten Laun, denn Leimbach ist erst 25 Jahre alt.

Ein Kandidat war der Neue dennoch schon vor Schäfers Demission am Dienstag dieser Woche. „Wir hatten Jan bereits im Blick für eine Funktion im Trainerteam, allerdings erst für den Sommer 2022. Die Ereignisse haben sich bekannterweise etwas überschlagen. Jan hat es aber kurzfristig möglich gemacht und kann bereits sofort bei uns einsteigen,“ so Laun.

Trainer im Jugend-Förderzentrum Wieseck

Leimbach hat gute Referenzen vorzuweisen: Er war Teil des Trainerteams im Jugend-Förderzentrums der TSG Gießen-Wieseck. Zwei Jahre lang arbeitete er Co-Trainer der U17 in der Hessenliga sowie als Chefcoach der U16 in der Verbandsliga mit Aufstiegsambitionen ebenfalls zur Hessenliga. Er absolviert derzeit seine Ausbildung zur B-Lizenz, Teil II hat er noch vor sich.

Leimbach war zwar beim Derby der SG gegen Altenlotheim auf dem Platz, steigt aber offiziell erst am kommenden Mittwoch ein, wenn er das erste Training leiten werde. Auf der Bank sitzt er dann ab Sonntag beim Gastspiel in Mengeringhausen.

Beim Comeback in der Badestadt - seine aktive Karriere hatte er im März 2019 nach seinem zweiten Kreuzbandriss beenden müssen - betreut Leimbach erstmals ein Seniorenteam und trifft auf eine ganze Reihe früherer, teils älterer Mitspieler. Bei der inhaltlichen Arbeit, also was Taktik, Training, den Sport an sich angeht, sieht Leimbach den ganz großen Unterschied nicht.

„Neue Herausforderungen“

„Was die Mannschaftsführung betrifft, erwarten mich ganz bestimmt neue Herausforderungen“, sagte er jedoch. Seine drei Jahre in Wieseck hätten ihn in seiner Persönlichkeit aber weitergebracht, dass er sich die Aufgabe zutraue. Er glaube, dass er „den Jungs fußballerisch so helfen kann, dass sie sich entwickeln können“ und sie so offen für neuen Input seien, dass sie über sein junges Alter hinwegsähen.

Die Mannschaft war bei Leimbachs Antrittsbesuch jedenfalls sehr angetan von künftigen Übungsleiter. „Wir sind sicher, dass Jan uns weiterhelfen und wichtiger Bestandteil und Ideengeber für die anstehenden Aufgaben im Senioren- aber auch im Jugendbereich sein wird“, betonte auch Carsten Laun . Die fachlichen Voraussetzungen bringe er mit; das habe er den Spielern bei seiner kurzen Vorstellung „bereits eindrucksvoll bewiesen“.

Hauptziel der SG ist es, mit Leimbach die Gruppenliga zu halten. Laun: „Da ist auch die Mannschaft in der Pflicht.“ Der Abschied aus Wieseck sei sehr emotional gewesen, sagte Leimbach, der zur Zeit Psychologie an der Uni Gießen studiert, aber nach Bad Wildungen zurückzieht: „Es war einfach eine schöne Zeit, und die Jungs sind mir doch ans Herz gewachsen.“ Bei seinem kurzfristigen Wechsel habe ihm die TSG keine Steine in den Weg gelegt.

„Aussage hat zu Irritationen geführt“

Geraderücken möchte die SG die Aussage ihres ehemaligen Trainers Schäfer, er habe im Training mitunter nur sechs oder sieben Spieler vor sich gehabt. Schäfer bezog das auf den Stamm der ersten Mannschaft, was aber in Bericht der WLZ vom vergangenen Donnerstag nicht explizit gesagt wurde. Diese Aussage habe zu Irritationen geführt, „innerhalb der Mannschaft, im Umfeld der SG und sicher auch bei den Lesern“, heißt es in einer Mitteilung der SG.

Erste und zweite Mannschaft, die in der Kreisoberliga spielt, trainierten gemeinsam. Die Aussage werde „der tollen Trainingsbeteiligung unserer SG II nicht gerecht und ich kann diese deshalb so nicht stehen lassen. Die Gesamtzahl von 20 wurde nie unterschritten, es waren oft genug Mitte 20 oder mehr Spieler im Training,“ betonte Abteilungsleiter Michael Neuhaus. „Damit soll es jetzt auch gut sein, der Blick geht jetzt nach vorne.“

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