SG Fürstenberg/Immighausen meldet Reserve

Kreisliga C wächst auf 18 Mannschaften

Anton Buckert, Spielertrainer SG Fürstenberg, gestikuliert auf dem Fußballplatz.
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Eine „Zweite“ als Unterbau: Anton Buckert, Spielertrainer der SG Fürstenberg/Immighausen.

Noch mehr Zuwachs für die Kreisliga C Waldeck: Weil die SG Fürstenberg/Immighausen erstmals nach zehn Jahren wieder eine Reserve gemeldet hat, zählt die Staffel jetzt 18 Mannschaften.

Am Montag, einen Tag nach Meldeschluss, hatte Kreisfußballwart Gottfried Henkelmann, noch 17 Teams auf der Liste. Die „Zweite“ der SG tauchte erst Mitte der Woche in der elektronischen Ligenverwaltung des Hessischen Fußball-Verbands in der richtigen Umgebung auf. Das hat mit einer Besonderheit des DFBnet zu tun, wie übereinstimmend der Fürstenberger Vorsitzende Torsten Schnatz und Henkelmann berichten.

Die SG hatte die Mannschaft noch am Freitagabend, nachdem bei einer Sitzung die Spieler ihre Zusage gegeben hatten, mit Namen in die Datenbank eingepflegt. Neulinge landen beim HFV digital automatisch in einer „3. Kreisklasse“. Erst nachdem HFV-Referent Thomas Kaden das Team aus Lichtenfels der Waldecker C-Liga zugeordnet hatte, fand es Henkelmann vor. Vorher hatte er bereits eine Mail aus Fürstenberg erhalten – die SG hatte ihre Meldung in der WLZ vom Donnerstag vermisst.

Der Kreisfußballwart nimmt die Sache gelassen. Eine Vorab-Mail wäre zwar schön gewesen, das sei aber nicht als Vorwurf an die SG zu verstehen. „Und lieber eine Mannschaft mehr als eine oder zwei weniger“, sagt er: „Ich freue mich darüber.“

Teilung in zwei Neuner-Staffeln? Unwahrscheinlich

Für die Saisonplanung ändert das zusätzliche Team erst mal nichts, es bleibt bei 34 Spieltagen. Nur habe jetzt eben keine Mannschaft mehr spielfrei, sagt Henkelmann. Ihn und Klassenleiter Dirk Emmert bewegt weiter die Frage, wie man eine solche Mammutrunde bei verspätetem Saisonstart durchbringen soll.

Eine Teilung in zwei Neunerstaffeln scheint keinen befriedigenden Ausweg zu bieten, weil dann leicht ein Zuwenig an Spielen statt ein Zuviel die Konsequenz sein könnte. Zumal die Saison unter den Eventualitäten der Corona-Pandemie steht. Henkelmann wartet die Szenarien ab, die der Verband mit allen rechtlichen Fragen entwirft – etwa für den Fall, dass Neuinfektionen bei einzelnen Mannschaften auftauchen. „Der HFV arbeitet intensiv daran“, sagt er.

Wie auch immer sich die Saison gestaltet, in Fürstenberg und Immighausen sind sie froh über den Aufschwung. „Das ist völlig gegen den Trend“, sagt Torsten Schnatz. Dieser Trend hatte sich im Vorjahr abgezeichnet, als „verlorene Söhne“ wie die Gebrüder Buckert zur SG zurückkehrten.

Zur neuen Saison verzeichnet der B-Ligist laut Schnatz erneut „drei, vier Neuzugänge“. Der Gedanke, eine Reserve zu melden, nahm Gestalt an – sonst wäre eine Reihe Spieler „hinten runter gefallen“, wie Schnatz sagt. „Wir wollen aber jedem die Chance geben zu spielen“. Die Verantwortlichen befragten zusätzlich potenzielle Kandidaten und zählen nun auf rund 30 Spieler. Die SG hat sich deshalb entscheiden, mit einem Elferteam an den start zu gehen. Die Trainingsbeteilung sei top, sagt Schnatz: „Es ist richtig Bock im Dorf.“

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