Fußballer arbeiten nun zusammen

KSV Baunatal und Tuspo Rengershausen kooperieren

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Gemeinsam vorankommen: Die Sportlichen Leiter Matthias Kepper (links) vom KSV Baunatal und Matthias Trebing vom Tuspo Rengershausen demonstrieren die Zusammenarbeit ihrer Vereine. 

Sie schlagen einen neuen, spannenden Weg ein: Der KSV Baunatal und der Tuspo Rengershausen haben eine Kooperation geschlossen. So wollen der Fußball-Hessenligist und der Kreisoberligist fortan in mehreren Bereichen eng zusammenarbeiten.

„Wir haben nicht nur einfach gesagt, dass wir mal was zusammen machen, sondern es steckt ein Plan dahinter“, sagt KSV-Abteilungsleiter German Jaeschke und fügt hinzu: „Es gibt ein internes Strategiepapier. Es ist eine Kooperation auf Augenhöhe. Wir wollen beide vorankommen.“ Das bestätigt Matthias Trebing, Sportlicher Leiter des Tuspo: „Beide Seiten profitieren davon. Wir bleiben eigenständig, sind aber so etwas wie der Unterbau, eine Filiale des KSV.“

Die langfristig geplante Zusammenarbeit sieht Folgendes vor: Es soll eine gemeinsame Kaderplanung geben und regelmäßige Testspiele. „Beispielsweise mal als Ersatz für ein Montagstraining“, sagt Jaeschke. Spieler des Tuspo sollen ab und an beim KSV mittrainieren können. Baunatals Trainer Tobias Nebe auch mal eine Einheit in Rengershausen leiten. Und die Jugendtrainer des Tuspo dürfen beim KSV hospitieren und dazu lernen. Nebe und der neue Tuspo-Coach Boris Bajic sollen sich zudem häufig austauschen – sowie auch die Sportlichen Leiter und Abteilungsleiter.

Die Vorteile für den KSV: Er spart weiterhin die Kosten für die zweite Mannschaft, die er vor ein paar Jahren aus finanziellen Gründen abgeschafft hat. Und dennoch hat er die Möglichkeit, jungen Spielern, die aus der A-Jugend nicht direkt den Sprung in die Hessenliga der Herren schaffen, in Rengershausen Spielpraxis zu geben. Sie bekommen zudem die Perspektive, auch mal in Baunatal mitzutrainieren. Und wenn sie sich gut entwickeln, zum KSV zurückzuwechseln. Sie bleiben im Blickfeld. Es ist nicht verwunderlich, dass es das Interesse beider Vereine ist, dass die Rengershäuser mittelfristig ein guter Gruppenligist werden.

Die Vorteile für den Tuspo: „Wir haben Zugriff auf A-Jugendliche des KSV und bekommen andere Spieler, die wir mit dieser Qualität sonst nicht bekommen würden“, sagt Trebing. Schließlich bietet der Tuspo nun die Perspektive, dass ein Akteur im direkten Sichtfeld des Hessenligisten ist. Gerade für junge Spieler ist das interessant. Zudem sollen der neue Coach Bajic und Co-Trainer Ibrahim Zahirovic am U19- und U17-Training des KSV des Öfteren teilnehmen, um die Spieler kennenzulernen.

Aber warum haben sich beide als Kooperationspartner ausgewählt? „Wir haben auch mehrere Gespräche mit anderen Vereinen geführt, aber die Entscheidung ist auf den Tuspo gefallen“, sagt Jaeschke und fügt hinzu: „Die Infrastruktur in Rengershausen mit Rasen- und Kunstrasenplatz stimmt. Es besteht auch ein Vertrauensverhältnis zwischen den Verantwortlichen. Und der Tuspo ist ein Verein mit klaren Zielen.“ Trebing sieht das sehr ähnlich: „Auf der persönlichen Ebene passt es. Die handelnden Personen kennen sich schon lange und sind immer fair miteinander umgegangen. Das ist wichtig bei einer Kooperation.“

Die Verantwortlichen beider Vereine sehen es zudem positiv, dass zwei Klubs aus einer Stadt zusammenarbeiten. „Dass diese Struktur innerhalb Baunatals geschaffen wird, ist auch ein politisches Signal“, sagt Jaeschke. Und das spannende Projekt kann jetzt anlaufen.

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