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Löst Willingen am Sonntag gegen Hünfeld den Knoten?

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Von: Gerhard Menkel

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Fynn Butterweck stürzt beim 2:2 in Wabern über Marius Rohde.
Bloß nicht wieder hinfallen – das ist auch ein Wunsch der Willinger Fußballer für Sonntag. Hier stürzt Fynn Butterweck beim 2:2 in Wabern über Marius Rohde. © Pressefoto Hahn

Die Ergebnisse stimmen gerade nicht heiter, die Losung heißt: weitermachen. Am Sonntag (15.30 Uhr) startet der SC Willingen im Heimspiel gegen den Hünfelder SV einen neuen Anlauf zum Erfolg.

Willingen – Es ist ja nicht so, dass der „Fluch der Nachspielzeit“ aus den Köpfen der SCW-Fußballer so einfach zu entfernen wäre wie der Schweiß aus den Trikots bei der nächsten Wäsche. Das Gegentor zum 2:2 beim TSV Wabern war der dritte Last-Minute-Siegzerstörer in Serie. „So spurlos geht das nicht an einem vorbei“, sagt Trainer Dardan Kodra.„Man kommt halt ins Grübeln, weil die Antworten immer weniger werden.“

Vielleicht passte sie am Sonntag. Vom Namen her ist der Gegner allerdings eine der ersten Adressen der Verbandsliga Nord, als Rangvierter liegt der Hessenliga-Absteiger im Dunstkreis der Spitze. Die Mannschaft von Johannes Helmke fing sich nach mauem Start, leistete sich vor drei Wochen aber das 1:2 in Wabern.

„Das sollte uns Auftrieb geben“, findet Kodra. Ohnehin habe sein Team zuletzt gegen starke Gegner wie Bad Soden oder den CSC 03 (jeweils 2:2) nicht schlecht ausgesehen. „Vielleicht ist jetzt ja mal ein ,Dreier’ fällig.“

Die Spieler müssen sich das Selbstvertrauen zurückholen

Die Bemerkung mit dem Grübeln führt zur Frage, ob sich Kodra selbst infrage stellt. Das tue er ohnehin, auch im Erfolg, sagt der Trainer. Er mache sich natürlich seine Gedanken: „Was hat man falsch gemacht, was kann man besser machen, damit es wieder in die richtige Richtung läuft.“ Die Möglichkeiten sind begrenzt. Höchstens halbernst meint Kodra die Idee, er werde bei einer späten Führung seines Teams ab sofort eine längere Restspielzeit reinrufen.

Schon in der Entstehung gefährlicher Lagen am Mann sein und Angriffe blocken, das sei ein möglicher Ansatz; der andere: Ballbesitz, den Gegner laufen lassen. Leichter gesagt als getan, das weiß Kodra nur zu gut. Zudem: „Die Jungs strotzen nicht unbedingt vor Selbstvertrauen, wenn sie solche Nackenschläge kriegen.“ Ein Erfolg müsse her, mit Selbstbewusstsein spiele sich eine Führung auch einfach mal runter.

Sorgen um Kuhnhenne und Butz

Umbesetzungen lehnt Kodra eher ab. Beständigkeit sei wichtig; zudem habe etwa die mittlerweile eingespielte Viererkette ihre Sache zuletzt „über weite Strecken gut gemacht“. Sie hat sein Vertrauen, ebenso die Teamkollegen, denen er ebenso den Rücken stärkt.

Umso bitterer wäre es, sollten gegen Hünfeld abermals zwei wichtige Spieler aussetzen müssen. Die Sorge ist da. Christian Kuhnhenne und Sebastian Butz haben sich in Wabern vermutlich gezerrt. „Es wäre schade, wenn sie fehlen“, sagt Kodra, „aber wenn es so wäre, müssen andere die Ärmel hochkrempeln.“

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