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TuSpo gewinnt wichtige Partie und verliert Coach Patrick Gries

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Von: Gerhard Menkel

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Spieler des TuSpo Mengeringhausen feiernden späten 2:1-Siegtreffer
Ich flipp aus! Dennis Jakob schreit nach dem 2:1 sein Glück heraus Torschütze Patrick Löhndorf (Mitte) spürt die Hände des jubelnden Dominik Lüdtke. © Artur Schöneburg

In buchstäblich letzter Sekunde hat der TuSpo Mengeringhausen sein Sonntags-Date mit dem Klassenerhalt zum Erfolg geführt. Doch es gab in dieser Woche nicht nur gute Nachrichten für den Gruppenligisten.

Mengeringhausen - Die zweite Nachspielminute lief schon, da landete ein Freistoß bei Tim Sommer. Die wieder starke Nummer 10 schlug den Ball Richtung Fünfmeterraum, ein Kopf verlängerte ihn, und dann war Pascal Löhndorf da. Schnörkellos satt beförderte er das Leder ins lange Eck – und mitten ins Herz der SG Schauenburg. Mit seinem Treffer zum 2:1 (1:0) besorgte Löhndorf dem TuSpo einen „Dreier“, der im Abstiegskampf das Gewicht eines „Sechsers“ hat.

Und doch: Tor und Sieg der Grün-Weißen stehen am Ende einer Woche, in der Verein und Mannschaft eine Personalie mit Wucht zu verarbeiten hatten: Patrick Gries geht. Der Trainer, im Sommer an die Hagenstraße gekommen, wechselt nach dem letzten Spiel des Jahres am Sonntag in Brunslar zum TSV Jahn Calden, er wird Cheftrainer der Regionalliga-Frauen.

Sparten-Geschäftsführer Thomas Mertens gab den Abschied gestern in der Halbzeit bekannt. Das Bedauern bei Spielern und Verantwortlichen ist groß; wir berichten ausführlich am Dienstag.

Gegen Ende schwinden beim TuSpo die Kräfte

Gries" Handschrift war auch in dieser Partie zu erkennen. Seine Spieler leisteten viel Laufarbeit, spielten kontrolliertes Pressing, suchten den direkten Weg nach vorn und verteidigten konzentriert. Auf tiefem Boden ging manches daneben, und in den letzten 20 Minuten gerieten die Gastgeber schwer unter Druck. Doch weil sie zweikampfstärker waren und etliche Chancen mehr herausarbeiteten als der Gast, ging der Sieg in Ordnung.

„Die letzten Spiele waren sehr anstrengend und hart für uns“, erklärte Kapitän Nico Müller die schwierige Schlussphase – nach starkem Beginn. Fast vom Anpfiff weg hatte Pascal Löhndorf die extrafrühe Führung vergeben, in der 3. Minute verpasste Dennis Jakob das mögliche 1:0. Schauenburg sorgte mit zwei Eckbällen von Felix Simon für leichte Turbulenzen – die erste (7.) flog knapp am langen Pfosten vorbei, die zweite klärte die TuSpo-Abwehr mit Mühe (10.).

Tim Sommer bereite auch das erste Tor für Mengeringhausen vor

Der flotte Beginn versprach mehr als das Spiel dann hielt. Es bewegte sich zwischen, selten in den Strafräumen. Müller musste einmal gegen den starken Tonio Bonnes klären (36.), und das schien es gewesen zu sein. Dann dieser prima Angriff, bei dem sich Sommer seinen ersten Scorerpunkt verdiente: Seine Flanke von der rechten Seite verwandelte Dominik Lüdtke zum gefeierten 1:0 (40.).

Nach der Pause war mehr Leben vorm Tor, doch weder Giulian Braun (52.) noch Lüdtke (65.) verwerteten ihre guten Chancen; ebenso der eingewechselte Max Jakobschak (81.). Den Gästen, bei denen Trainer Alan Scott jetzt auf Dreierkette umgestellt hatte, kamen wiederholt zum Abschluss; der erste aufs Tor saß:

Nachdem Luca Lüther links im Strafraum Bonnes zu Fall gebracht hatte, verwandelte Leon Göbel vom Punkt zum 1:1 (77.). Die Partie hätte kippen können, doch Marcel von Dalwig vergab das mögliche 1:.2 (86.), Sechs Minuten später machte es Löhndorf besser.

Gries freute sich nicht weniger als das Team. „Wir haben verdient gewonnen“, sagte der Trainer. „Wir sind froh, dass wir die drei Punkte geholt und Schauenburg auf Abstand gehalten haben.“

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